Risikogestützte Früherkennung auf Blasenkrebs

Urothelkarzinom der Blase, Bild: KGH, Wikimedia Commons

Das Harnblasenkarzinom ist nach dem Prostatakarzinom der zweithäufigste urologische Tumor. Entscheidende Risikofaktoren sind das Rauchen und die berufliche Exposition mit aromatischen Aminen. Gefährdete Berufsgruppen sind beispielsweise Farbarbeiter, Metallarbeiter, Maschinisten, Friseure und Reinigungspersonal. Jährlich treten in Deutschland über 16.000 Neuerkrankungen auf. Ein Drittel der Betroffenen leidet bereits an einem invasiven Tumor, wenn die Diagnose gestellt wird. Das beeinträchtigt die Heilungschancen erheblich. Professor Jens Erik Altwein, Chefarzt der urologischen Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in München, plädiert bei Risikopatienten für eine risikogestützte Früherkennung mit dem UBC Rapid Test.

Test auf Blasenkrebs im Rahmen von IGeL bei Rauchern

Für eine günstige Prognose ist es entscheidend, dass das Blasenkarzinom rechtzeitig erkannt wird. Doch Frühsymptome gibt es nicht. Der Tumor kann jahrelang unbemerkt wachsen. „Symptome treten beim Blasenkrebs erst auf, wenn der Tumor zerfällt und es blutet, oder wenn der Tumor sich im Blasenausgang verfängt“, erläutert Altwein. Der Urologe rät daher bei Rauchern und beruflich gefährdeten Menschen zu einer Früherkennung. Geeignete Untersuchungsverfahren sind die Zytologie und der UBC Rapid Test, das schon im Frühstadium des Blasenkarzinoms im Urin nachweisbar ist.

„Die Zytologie hat eine hohe Spezifität – es gibt kaum falsch positiven Ergebnisse. Allerdings ist die Sensitivität vor allem im Frühstadium eines Blasenkarzinoms gering. Der UBC Rapid Test hat eine deutlich höhere Sensitivität, auch in Frühstadien“, so Altwein.

Er rät bei beruflich gefährdeten Patienten zu einer Kombination aus Zytologie und dem UBC Rapid Test, während Raucher aufgrund ihrer hohen Zahl ausschließlich mit dem Tumormarker getestet werden sollten.

„Patienten, die mehr als eine Schachtel pro Tag seit mehr als fünf Jahren rauchen, sollte der Urintest auf Blasenkrebs als individuelle Gesundheitsleistung angeboten werden,“ empfiehlt Altwein. „Blasentumoren sind sehr belastend und haben einen sehr negativen Einfluss auf die Lebensqualität. Da sollten die Raucher schon ein Interesse haben, sich testen zu lassen.“

Weiterführende Informationen über Blasenkrebs:
www.selbsthilfe-harnblasenkrebs.de
www.blasenkrebs.net


Krebszeitung

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