Forschung - Virologie
Virologie
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Viren und Immunzellen - mit vereinten Kräften gegen Krebs
Zur Behandlung von Krebs werden dringend neue Therapien, bevorzugt Kombinationstherapien, benötigt. Eine neue therapeutische Strategie, die derzeit erforscht wird, ist die Virotherapie. Hierzu werden spezielle Viren entwickelt, sogenannte onkolytische ("krebsauflösende") Viren, die Tumorzellen infizieren und zerstören. Solche Viren wurden bereits in ersten Studien, vor allem in den USA, in Krebspatienten untersucht. Dabei waren Nebenwirkungen geringer als befürchtet. Aber es wurde auch deutlich, dass die Wirksamkeit der Virotherapie verbessert werden muss. Unsere Arbeitsgruppe der Universitäts-Hautklinik und des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg untersucht jetzt, wie durch die virale Tumorzerstörung auch körpereigene Immunzellen zur Bekämpfung des Tumors rekrutiert werden können. Ziel ist die Entwicklung einer neuen Generation onkolytischer Viren, die zusätzlich zur direkten Zerstörung von Krebszellen das körpereigene Immunsystem so manipuliert, dass dieses nachhaltig auch solche Krebszellen zerstört, die von Viren nicht erreicht werden.
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Krebsentstehung durch Adenoviren

Welchen Effekt üben krebserregende Adenoviren auf die Stabilität des zellulären Erbguts aus? Mit dieser Fragestellung befasst sich ein neues Forschungsvorhaben am Heinrich-Pette-Institut in Hamburg ( www.hpi-hamburg.de ), das von der Wilhelm-Sander-Stiftung gefördert wird. Dr. Timo Sieber und Prof. Dr. Thomas Dobner aus der Abteilung für Molekulare Virologie untersuchen die Wirkung dreier Proteine von Adenovirus Typ 5: E1B-156R, E4orf3 und E4orf6. Sie stehen im Verdacht, das Erbgut infizierter Zellen zu destabilisieren und dadurch zur Entartung der Zellen beizutragen.
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Viren als Waffen in der Krebstherapie

Die Lebenserwartung von Patienten mit bösartigen Hirntumoren wie den malignen Gliomen beträgt kaum mehr als ein Jahr. Auch die intensive Forschung der vergangenen Jahrzehnte hat die Prognose nicht verbessert. In dem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Projekt will die Gruppe um Prof. Dorothee von Laer am Georg-Speyer-Haus in Frankfurt gemeinsam mit PD Dr. Gert Zimmer an der Tierärztlichen Hochschule in Hannover Viren zu Waffen für die Bekämpfung von maligenen Gliomen umrüsten.
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Immunzellen gegen Krebs

Zur Verbesserung der Behandlung von Krebspatienten braucht es verschiedene Ansätze. Einer davon ist die Immuntherapie. Immunzellen (sogenannte T-Zellen) können einen wirksamen Schutz gegen Tumorzellen aufbauen. In Patienten mit fortschreitender bösartiger Erkrankung ist dieser Schutzmechanismus jedoch ungenügend. Unsere Arbeitsgruppe am Ludwig Institute für Krebsforschung und an der Universität Lausanne, Schweiz, untersucht jetzt die Gründe, warum menschliche Immunzellen gegen Krebs weniger stark wirksam sind als gegen Viruskrankheiten, wo das Immunsystem effizient gegen Infektionskrankheiten schützen kann.
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Krebsauslösendes Gen IFR3 identifiziert

Die Bedeutung einiger Virenstämme bei der Entstehung von Krebserkrankungen wird schon seit einigen Jahren beschrieben. Als eine der bekanntesten Erkrankungen sind bestimmte Lymphomerkrankungen zu nennen, die auch vermehrt bei HIV-Infizierten auftreten. Weltweit suchen Wissenschaftler nun nach den Mechanismen der Virengene, wie sie die Wirtszelle angreifen und dort das Erbmaterial verändern können und dadurch Krebszellen wachsen können. So können neue Wirkstoffe zur Krebsbekämpfung gezielt eingesetzt werden oder Medikamente, die eine Immunantwort auf diese bieten, um sie unschädlich zu machen.
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Tumorzellen auf der Spur

Die erfolgreiche EU-Studie zur Metastasenbildung (DISMAL) erhält im neuen TIME-Projekt eine großzügige Anschlussfinanzierung von 1 Mio. Euro durch den "Verein zur Förderung der Krebsforschung e.V.". In Hamburg sind das Heinrich-Pette-Institut (HPI) und das Universitätsklinikum Eppendorf (UKE) an TIME beteiligt. TIME soll untersuchen, wie gestreute (disseminierte) Tumorzellen aus soliden Tumoren, wie Brust-, Prostata-, Lungen- und Darmkrebs, blockiert und eliminiert werden können. Dadurch soll die Bildung von Metastasen bereits im Keim erstickt werden.
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Impfstoff gegen Krebs
Um einen neuartigen Impfstoff gegen Tumorerkrankungen zu entwickeln, gehen die Forscher in diesem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Projekt einen ganz neuen Weg: Das Erbgut eines harmlosen, abgeschwächten Erkältungsvirus wird mit Erbinformationen aus Krebszellen kombiniert. Das Virus wird als 'Transportmittel' in die Zentren der Immunaktivierung benutzt, um das Immunsystem des Menschen gezielt anzuregen, um sich mit allen Mitteln gegen Krebserkrankungen zu wappnen und zu wehren.
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Neuentdeckung in der Virusforschung
Erstmalig in der Geschichte der Virologie ist es Frankfurter Wissenschaftlern gelungen, nachzuweisen, dass das zur Herpesgruppe gehörende Cytomegalie-Virus das Wachstum von Krebszellen anregt. "Zum einen bilden Tumorzellen, die mit dem Virus infiziert sind, mehr und schneller Metastasen aus als nicht infizierte Zellen", erklärt Professor Dr. Jindrich Cinatl, Leiter des Interdisziplinären Laboratoriums für Tumor- und Virusforschung am Institut für Medizinische Virologie in Frankfurt.
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Immuntest soll Stammzelltransplantationen sicherer machen
Die Stammzelltransplantation wird bei verschiedenen Formen von Leukämien eingesetzt. Um den Blutkrebs auszulöschen, wird beispielsweise bei der allogenen Transplantation das komplette blutbildende System des Patienten durch das eines Fremdspenders ersetzt. Diese Therapie ist mit einer starken Schwächung der Immunabwehr verbunden, da sich aus dem neuen Knochenmark erst nach einer Weile wieder intakte Abwehrzellen und Antikörper gegen Krankheitserreger nachbilden. Eine einfache Infektion, die ein Gesunder womöglich ohne weiteres wegsteckt, kann den Genesungsprozess eines transplantierten Patienten sehr gefährden.
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