Konsequenzen entstehen auch für das System, denn über diese Art Kopfprämien, die aus dem Entgelt für die stationäre Leistung bestritten werden, fließt Geld aus dem stationären Bereich in den ambulanten Bereich und es stellt sich zwangsläufig die Frage, ob die Fallpauschalen insgesamt zu hoch sind. In der Konsequenz droht eine Kürzung derselben. Nicht zuletzt kann die gezielte Lenkung von Patientenströmen zu einer Aushebelung der Behandlungsqualität als Steuermechanismus führen, was gegebenenfalls wiederum zum Schaden der Patienten ist.
Unmoralisch, unlauter, korrupt oder regulärer Wettbewerb um Patienten?
Ist die Situation in der Urologie nur die Spitze des Eisbergs?
Mit dem Forum "Der gekaufte/verkaufte Patient" eröffnet die DGU auf ihrer 61. Jahrestagung eine überfällige Diskussion und verleiht ihren Forderungen nach Engagement der Standesorganisationen und nach Transparenz Ausdruck. Die Fachgesellschaft selbst hat sich in der aktuellen Ausgabe ihres offiziellen Publikationsorgans ("Der Urologe", August 2009, Band 48, Heft 8, Seite 949) klar positioniert und lehnt finanzielle Anreize bei der Patientenzuweisung ab.
"Angesichts des politisch gewollten Wettbewerbs geht es bei dem Disput über Einweiservergütung am Ende um die Frage: 'Wie viel Marktwirtschaft verträgt unser Gesundheitssystem'?", so Professor Dr. Lothar Weißbach, der gemeinsam mit DGU-Präsident Professor Dr. Wirth im Anschluss an das Forum in der Messe Dresden, Saal 5, am Freitag, 18. September 2009, 14.30 - 16.00 Uhr zu einem Pressegespräch (16.00-16.30 Uhr)einlädt.
Terminhinweis für Medienvertreter:
Freitag, 18. September 2009, 14.30 - 16.00 Uhr Forum 17, "Der gekaufte/verkaufte Patient", Messe Dresden, Saal 5,
Im Anschluss Pressegespräch, von 16.00 - 16.30 Uhr, Konferenzraum 5 mit DGU-Präsident Professor Dr. Manfred Wirth und Professor Dr. Lothar Weißbach
Weitere Informationen:
DGU-Kongress- Pressestelle
Bettina-Cathrin Wahlers
Sabine Martina Glimm
Stremelkamp 17,
21149 Hamburg
Tel.: (040) 79 14 05 60,
E-Mail: info@wahlers-pr.de
www.dgu-kongress.de
www.urologenportal.de
Kongress-Akkreditierung und Anmeldung zu den Pressekonferenzen:
www.presseportal.de/otsEinladung/event/8a988089ab
Hintergrundinformationen:
Prof. Dr. O.W. Hakenberg, Urologische Universitätsklinik Rostock, Rostock "Der verkaufte Patient - Zum ethischen Wert von Kopfprämien aus medizinischer Sicht", Urologe 2009 o 48:858-863,DOI 10.1007/s00120-009-2030-4 Online publiziert: 9. Juli 2009, © Springer Medizin Verlag 2009 F. Schramm, Koch Staats Kickler Schramm & Partner, Kiel "Der gekaufte Patient - Zum ethischen Wert von Kopfpauschalen aus juristischer Sicht", Urologe 2009 o 48:858-863,DOI 10.1007/s00120-009-2030-4 Online publiziert: 9. Juli 2009, © Springer Medizin Verlag 2009
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