Regionale Hyperthermie verbessert Therapieergebnis für Patienten mit Weichteiltumoren
Neuherberg, 07.05.2010. Die Kombination Regionaler Tiefenhyperthermie (RHT) und systemischer Chemotherapie ist bei der Behandlung bösartiger Weichteiltumore der alleinigen Chemotherapie klar überlegen. Dies konnten Wissenschaftler des Helmholtz Zentrums München und des Klinikums der Ludwig-Maximilians-Universität München jetzt zeigen. Die Münchner Mediziner unter Leitung von Prof. Dr. Rolf Issels hatten dazu gemeinsam mit internationalen Forscherteams von acht weiteren Behandlungszentren die weltweit erste Phase III-Studie durchgeführt. Die Ergebnisse der Studie sind in der aktuellen online-Ausgabe der renommierten Fachzeitschrift The Lancet Oncology veröffentlicht.
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Wie man Tumore aushungert
Solide Tumore sind auf ein Blutgefäßsystem angewiesen, das sie mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt. Insbesondere bösartige Tumore zeichnen sich durch ein starkes Blutgefäßwachstum aus. Ein wichtiger Ansatz in der modernen Krebstherapie besteht daher darin, den Tumor auszuhungern, indem man das Wachstum der Blutgefäße (die sogenannte Angiogenese) hemmt. Damit soll nicht nur das Tumorwachstum, sondern auch die Metastasierung gestoppt werden. Erfolgreich in der Klinik eingesetzte Medikamente blockieren den Gefäßwachstumsfaktor VEGF (vascular endothelial growth factor). Allerdings zeigen verschiedene Studien, dass Tumore Resistenzen gegen diese Therapie entwickeln können - wie, das ist allerdings noch unbekannt.
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Mit dem Teufel gegen Beelzebub

Salmonellen haftet ein schlechtes Image an. Kaum ein Sommer vergeht ohne eine Zeitungsmeldung von schweren Salmonellen-Infektionen durch Eierspeisen oder Hühnerfleisch. Aber Salmonellen machen uns nicht nur krank - sie könnten uns in Zukunft auch helfen, Krebs zu bekämpfen. Die Bakterien wandern nämlich in Tumore ein und helfen dabei, sie zu zerstören. Außerdem finden sie eigenständig Metastasen im Körper von Labormäusen und können auch hier zur Heilung führen.
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Neue Hautkrebs-Therapie im Mausversuch erfolgreich
Eine neue Kombinationstherapie kann augenscheinlich sogar gegen weit fortgeschrittenen Hautkrebs Erstaunliches ausrichten - zumindest in Mäusen. Das zeigt eine aktuelle Studie der Universität Bonn, die in der Zeitschrift Cancer Research erschienen ist (doi:10.1158/0008-5472.CAN-09-0579). Die Forscher konnten selbst schwerkranke Tiere erfolgreich behandeln: Sowohl die Primär-Tumoren in der Haut als auch die Metastasen verschwanden vollständig. Eine Studie mit menschlichen Patienten steht noch aus.
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Adhäsionseigenschaften von Brustkrebszellen

Der entscheidende Faktor für den Verlauf einer Brustkrebs-Erkrankung ist die Metastasierung, die Ausbildung von Tochtergeschwülsten fern vom primären Tumor. Eine wichtige Rolle bei diesem Prozess spielen die sogenannten Adhäsionsproteine an den Zelloberflächen. Im Tumorgewebe ermöglichen der Verlust oder die Bildung neuer Adhäsionsproteine einzelnen Zellen, sich aus dem Zellverband zu lösen, zu wandern, sich in entfernten Geweben anzusiedeln und Metastasen zu bilden.
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Neue Strategie zur Zelltodinduktion beim Glioblastom

Glioblastome sind die häufigsten bösartigen Gehirntumore, und Patienten mit dieser Krebserkrankung haben trotz intensiver Therapieprotokolle sehr schlechte Überlebenschancen. In dem von der Wilhelm-Sander-Stiftung geförderten Projekt versucht die Arbeitsgruppe von Frau Prof. Simone Fulda von der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin der Universität Ulm, mit einem neuen experimentellen Therapieansatz in Glioblastomzellen gezielt den programmierten Zelltod (Apoptose) auszulösen.
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Schmerzen bei Krebspatienten wirksam behandeln

Krebspatienten leiden häufig unter sehr starken Schmerzen, die mit herkömmlichen Medikamenten nicht wirksam behandelt werden können. Wissenschaftler des Pharmakologischen Instituts der Universität Heidelberg sind den möglichen Ursachen jetzt auf die Spur gekommen: Krebstumoren setzen zwei bestimmte Signalstoffe aus, die Nervenzellen besonders empfindlich machen und das Tumorwachstum verstärken. Blockierten die Forscher im Tierversuch die Einwirkung der Signalstoffe auf die Nervenzellen, so nahmen sowohl die Empfindlichkeit der Nervenzellen als auch das Tumorwachstum ab.
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Bessere Klassifikation von Darmkrebs

Mit insgesamt 1,3 Millionen Euro fördert das Bundesministerium für Bildung und Forschung in den nächsten drei Jahren ein Verbundprojekt zur molekularen Diagnostik von Darmkrebs an den Universitätsklinika Frankfurt und Erlangen. Ziel ist es, neue molekulare Methoden für die frühzeitige Erkennung besonders aggressiver Darmkrebsformen in die klinische Routinediagnostik einzubinden.
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Krebsforschung am Modell
Für ein wissenschaftliches Projekt, das Prozesse klären soll, die zu Leukämien, Lymphomen und anderen Erkrankungen der Blutbildung führen, erhalten Wissenschaftler der Universität Leipzig vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) Fördermittel in Höhe von 1,6 Millionen Euro. Dazu sollen zunächst mathematische Modelle erarbeitet und am Computer zu simuliert werden. Darauf aufbauend sollen bessere Behandlungsstrategien entwickelt werden, die im Rahmen von klinischen Studien überprüft werden können.
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Krebsauslöser in Pommes frites entdeckt

Weltweit wurde Alarm geschlagen, als 2002 bekannt wurde, dass Acrylamid in erhitzten Lebensmitteln entdeckt worden war. Durch Verbesserung der Rezepturen reduzierte die Industrie den Acrylamid- Gehalt. Bei genauerer Prüfung stellte sich heraus, dass von den in Lebensmitteln enthaltenen Acrylamid-Mengen kaum eine toxische Wirkung ausgeht. Viel gefährlicher ist das Krebs erregende Glycidamid, das ebenfalls beim Erhitzen von Kartoffelprodukten entsteht. Wissenschaftler der Technischen Universität München haben nun erstmals Glycidamid auch direkt in Kartoffelchips und Pommes frites nachgewiesen.
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Magenkrebs früher erkennen
Japanische Forscher untersuchen, ob eine Früherkennung von Magenkrebs durch den Nachweis von Helicobacter pylori und Pepsinogen möglich ist. Nach Beobachtungen der Autoren ist eine niedrige Konzentration von Pepsinogen und ein hoher H. pylori-Antikörperspiegel ein Hinweis auf ein erhöhtes Magenkrebsrisiko. Ein weiterer Bericht in der neuen Ausgabe des International Journal of Cancer beschreibt, wie der Tumorsuppressor p53 die Wirkung von Chemotherapeutika hemmt. Außerdem ist ein bestimmtes Monozyten-Antigen auf der Oberfläche von Brustkrebszellen mit kürzerem Überleben der Patientinnen assoziiert.
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Resistenzen bei der Chemotherapie von Krebs

Viele Krebsarten können nur schlecht mit Medikamenten (Chemotherapeutika) bekämpft werden, da sie gegenüber diesen Wirkstoffen entweder resistent sind oder im Laufe der Therapie resistent werden. Dabei besteht die Resistenz meist gegenüber einer großen Vielzahl von Chemotherapeutika (sogenannte Multidrug- Resistenz). Die Arbeitsgruppe um Johanna Weiß am Universitätsklinikum Heidelberg untersucht molekulare Grundlagen dieser Multidrug-Resistenz mit dem Ziel, die Chemotherapie von Krebspatienten zu optimieren bzw. zu individualisieren.
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Immunsystem versetzt Tumorzellen in Schlaf anstatt sie zu vernichten

Forscher der Universitäts-Hautklinik Tübingen und des Comprehensive Cancer Centers haben ein gänzlich neues Prinzip der Tumor-Immun- Therapie entdeckt. Bisher ging man davon aus, dass die Immunantwort des Körpers Tumorzellen auf verschiedene Weise töten kann. Diese Erklärung hat jedoch zahlreiche Fragen aufgeworfen. So ist bis heute unverstanden, warum Tumorzellen oft Jahre und Jahrzehnte schlummern und dann plötzlich erwachen können. Die neuen Daten sind ein wissenschaftlicher Durchbruch zum Verständnis des großen Rätsels der "Tumor dormancy", dem offensichtlich jahrelangen Schlummern von bösartigen Zellen im Gewebe.
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Neuer Ansatz bei Chemotherapie-Resistenz
Würzburg, 10.06.2008. Krebszellen, die resistent gegen eine Chemotherapie werden, sind eines der größten Hindernisse in der Krebstherapie. Einige Krebsarten wie Hautkrebs reagieren auf eine Behandlung nur sehr eingeschränkt. Wissenschaftler um PD Dr. Margarete Schön und Prof. Dr. Michael Schön vom Rudolf-Virchow-Zentrum und der Hautklinik der Universität Würzburg und Göttingen konnten jetzt im Tiermodell die Resistenz überwinden. Die Tiere wurden wieder empfindlich für die Chemotherapie. Ihre Ergebnisse beschreiben sie heute in der Online-Veröffentlichung der renommierten Fachzeitschrift "Journal of the National Cancer Institute".
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Wegweiser zu den Krebszellen

(Jena) Wissenschaftler vom Institut für Pathologie am Jenaer Universitätsklinikum wollen gemeinsam mit europäischen Kollegen neue Therapieverfahren gegen Tumoren entwickeln. Am jetzt gestarteten EU- Verbundprojekt ADAMANT sind Forscher von neun Einrichtungen und Firmen in Italien, der Schweiz, Deutschland, Großbritannien, Belgien und den Niederlanden beteiligt. In dem Projekt sollen tumorspezifische Antikörper gefunden werden, die Krebsmedikamente gezielt zu den Tumorzellen transportieren können. Die Jenaer Pathologen werden dabei das Bindungsverhalten der Antikörper im Gewebe untersuchen.
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Antigene in der Immuntherapie

Dem Immunsystem wurde schon früh eine zentrale Rolle bei der Kontrolle und Bekämpfung von Tumorerkrankungen beigemessen. Tumorzellen zeigen auf ihrer Zelloberfläche Proteinstrukturen, welche dem Immunsystem "fremd" sind und durch so genannte toxische Zellen des Immunsystems erkannt werden. Die Entdeckung solcher krebsspezifischer Antigene hat zur Entwicklung verschiedener Immunisierungsstrategien geführt, die die Auslösung einer möglichst starken spezifischen Immunantwort gegen Krebszellen zum Ziel haben und somit deren Zerstörung bewirken können.
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Forschung zur optimierten Krebstherapie

Die Deutsche Forschungsgemeinschaft bewilligt Fördermittel in Höhe von 250.000 Euro für ein am Institut für Radiologie des Frankfurter Universitätsklinikums angesiedeltes Forschungsvorhaben in der Krebstherapie. Im Mittelpunkt des auf zwei Jahre angelegten Projektes steht die Kombination innovativer wissenschaftlicher Methoden zur Verbesserung der Tumorbehandlung. Der Einsatz von Laserstrahlen gehört zu den wichtigsten Methoden in der modernen Krebstherapie. Am Institut für Diagnostische und Interventionelle Radiologie des Klinikums der J.W. Goethe-Universität Frankfurt wird unter der Leitung von Direktor Prof. Dr. Thomas Vogl in den nächsten zwei Jahren ein Verfahren zur verbesserten Tumorbehandlung erforscht.
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Proteasom-Inhibitoren können Tumorwachstum hemmen

Die Entschlüsselung eines neuen Infektionsmechanismus, der Chancen in der Krebstherapie eröffnet, wird in der neuesten Ausgabe der renommierten internationalen Wissenschaftszeitung Nature vorgestellt.
Mitverfasser ist der Chemie-Nobelpreisträger Professor Robert Huber, der als Gastprofessor am Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB) an der Universität Duisburg-Essen lehrt und forscht. Seine Arbeiten tragen wesentlichen zur Aufklärung eines neuartigen Virulenzfaktors bei.
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Immunzellen behindern die Krebsbekämpfung

Bakterien, die eigentlich schwerwiegende Darminfektionen auslösen, werden nach Ansicht von Forschern des Helmholtz-Zentrums für Infektionsforschung (HZI) eines Tages helfen, feste Tumore zu bekämpfen. Der wagemutigen Vision liegt eine spezifische Verhaltensweise der Bakterien zugrunde, die die Wissenschaftler bei Mäusen bereits erfolgreich für eine Krebstherapie nutzen konnten: Die Bakterien wandern aktiv in das Krebsgeschwür ein. Das macht sie zu hervorragenden Fähren für Wirkstoffe und andere Substanzen, die sie direkt in das Zentrum eines Tumors bringen können. Doch was theoretisch einfach erscheint, stellt sich in der Biologie zumeist komplexer dar, als zunächst angenommen.
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Gratwanderung in der Stammzelltransplantation

Die Arbeitsgruppe von Dr. Andreas Beilhack an der Universität Würzburg entwickelt in einem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Projekt einen Bluttest zur Vorhersage einer bedrohlichen Abstoßungsreaktion nach Stammzelltransplantation. Die Stammzelltransplantation kann bei Leukämie- und Lymphompatienten eine ersehnte Heilung von Krebs bringen.
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Krebs und Immunsystem
Lang haben Wissenschaftler geglaubt, dass die körpereigene Abwehr Krebs nur bekämpfen, nicht aber unterstützen würde. Jüngere Forschungsergebnisse zeigen jedoch, dass das Immunsystem die Krebsentwicklung sogar vorantreiben kann. Dr. David DeNardo aus der Forschungsgruppe von Prof. Lisa Coussens von der University of California, San Francisco, USA, berichtete auf dem internationalen Kongress "Invasion und Metastasis" des Max-Delbrück-Centrums für Molekulare Medizin (MDC) Berlin-Buch wie Tumore das Immunsystem nutzen, um schneller zu wachsen und sich im Körper zu verbreiten.
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Krebsforschung auf allen Gebieten

Im Kampf gegen den Krebserkrankungen entwickelt die Forschung vielseitige Ansätze. Die klassischen Behandlungsmethoden - Operation, Strahlen- und Chemotherapie - werden ständig verbessert. Genetik, Virologie- und Stammzellenforschung, sowie Immunologie eröffnen nie dagewesene Perspektiven. Und neue Erkennungs- und Nachweismethoden in der Diagnostik machen es möglich, den Wettlauf mit der Krankheit zu gewinnen.
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Zerstörung von Tumor-Stammzellen durch Killerzellen
München - Dem Münchner Krebsforscher Dr. Ulrich Kübler ist es erstmals gelungen, die Zerstörung maligner humaner Tumor-Stammzellen durch die Killerzellen eines Patienten mit der Kamera festzuhalten. Das unter www.kueblergmbh.com veröffentlichte Webvideo zeigt diesen aus medizinischer Sicht beeindruckenden Vorgang sogar in all seinen Einzelheiten. Möglich machte diese Aufnahmen erst ein neues Krebstherapie-Verfahren, dass das private Forschungsinstitut Küblers über Jahre hinweg entwickelt hatte.
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Kampf dem Krebs

Menschen mit bösartigen Erkrankungen hoffen oft auf neue Medikamente, die sie in ihrem Kampf gegen den Krebs unterstützen. Aber auch die körpereigenen Abwehrkräfte können eine entscheidende Rolle übernehmen. In einem gemeinsamen Projekt wollen PD Dr. Bernhard Stockmeyer aus der Medizinischen Klinik 5 des Universitätsklinikums Erlangen (Direktor: Prof. Dr. Andreas Mackensen) und Prof. Dr. Georg Fey vom Lehrstuhl für Genetik für Universität Erlangen-Nürnberg körpereigene Abwehrstoffe so verändern, dass mit ihrer Hilfe die Abwehrzellen des Patienten bösartige Tumoren erkennen und abtöten.
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Hanfwirkstoffe gegen Krebs
Pharmakologen vom Universitätsklinikum Rostock ist es gelungen, einen neuen Mechanismus der Antikrebswirkung von Cannabinoiden nachzuweisen. Diese Substanzen, die auch in der Cannabis-Pflanze zu finden sind, blockieren über die Bildung eines Hemmstoffs bestimmte Enzyme, mit deren Hilfe sich Krebszellen ungehindert im Körper ausbreiten.Noch vor rund zwanzig Jahren wurden die als Cannabinoide bezeichneten Inhaltsstoffe der Hanfpflanze aufgrund ihrer Rauschwirkung vor allem mit Missbrauch in Verbindung gebracht. Mit dem Nachweis von spezifischen Cannabinoid-Bindungsstellen auf Zellen sowie der Entdeckung eines körpereigenen Cannabinoids im Menschen rückten diese Stoffe seit Beginn der 1990er Jahre allerdings sehr stark ins Interesse der experimentellen und klinischen Forschung.
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Aushungern des Tumors hält Krebs in Schach

Ohne Essen kann ein Mensch nicht länger als ein paar Wochen, ohne Trinken allenfalls einige Tage und ohne Luft zum Atmen gerade mal wenige Minuten überleben. Doch nicht nur der Gesamtorganismus, sondern nahezu jede einzelne Körperzelle ist in ihrer Existenz von Nährstoffen und Sauerstoff abhängig. Wenn sie über den Blutkreislauf nicht mehr entsprechend versorgt wird, geht sie unter - so beispielsweise Herzmuskelzellen bei einem Infarkt oder Gehirnzellen beim Schlaganfall. Warum dieses Prinzip nicht in der Krebsmedizin therapeutisch nutzen und Tumorzellen gleichsam den Hahn abdrehen?
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Fortschritte in kleinen Schritten
Jüngste Neuerungen aus der Grundlagenforschung und der translationalen Forschung werden im Rahmen des diesjahrigen Deutschen Krebskongress präsentiert und hier unter dem Fachpublikum diskutiert.
Die Grundlagenforschung ist ein spannendes Feld, nicht zuletzt deshalb, weil sie uns einen Einblick in die Zukunft der Krebsbehandlung erlaubt. Sie liefert Ansätze für neue Diagnose- und Therapiemöglichkeiten, und es ist deshalb nicht verwunderlich, dass die Deutsche Krebsgesellschaft die Förderung der onkologischen Grundlagenforschung als eine ihrer Hauptaufgaben betrachtet.
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NATURE: Forscher klären Vorgänge beim programmierten Zelltod auf

Dass kranke oder überflüssige Zellen vom eigenen Körper gezielt getötet und entfernt werden können, ist für Tier und Mensch lebenswichtig. Zelltod oder Apoptose heißt der Vorgang, der bereits in der Embryonalentwicklung und im erwachsenen Organismus eine wichtige Rolle spielt. Auch für die Medizin ist er von großer Bedeutung. Der Wurm "C. elegans" dient als Modellorganismus, um die hierfür wichtigen Prozesse zu erforschen. In seinem Erbgut wurden bisher zwölf Gene identifiziert, die für diesen Prozess verantwortlich sind.
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Junge Forscher suchen neue Therapien gegen Krebs und Infektionen
Auf den ersten Blick haben Infektionen und Krebs nichts miteinander zu tun. Aber die Wissenschaft hat in den vergangenen Jahren doch eine Gemeinsamkeit zwischen den beiden Krankheitsformen entdeckt - und das eröffnet neue Chancen für die Therapie. Auf diesem Gebiet forscht ab Januar ein neues deutsch-französisches Graduiertenkolleg, in dem die Universitäten Würzburg und Nizza vereint sind.
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Krebs im Alter: Sind Telomere die Ursache?
Welche Rolle spielen die Enden von Chromosomen, die Telomere, wenn eine Tumorkrankheit im Alter entsteht? Dieser Frage geht ein Forscherteam um Privatdozent Dr. Karl Lenhard Rudolph aus der Abteilung Gastroenterologie, Hepatologie und Endokrinologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) nach. Die Deutsche Krebshilfe e. V. unterstützt das Projekt seit drei Jahren, nun hat sie noch einmal 385.000 Euro bewilligt.
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Ping-Pong zwischen Labor und Klinik
(Hamburg) Die Gynäkologen wollen Laborforschung und Klinik zum Nutzen der Patientinnen besser miteinander verzahnen. Ziel ist die individuell angepasste Therapie, die den Frauen überflüssige Therapien erspart, ohne notwendige Therapien zu unterlassen. Auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg diskutieren Experten, welche Schritte dazu erforderlich sind, und liefern Beispiele für erfolgreiche Ansätze.
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Auch geringe Inkontinenz beeinflusst Lebensqualität
Erste repräsentative Umfrage zu Auswirkungen der Inkontinenz auf die Lebensqualität: Leipziger und Gießener Wissenschaftler ermittelten, dass der ungewollte Abgang von Urin erhebliche Auswirkungen auf verschiedene körperliche und seelische Funktionen nach sich zieht und zur Isolation der Betroffenen führen kann.
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Anti-angiogene Substanzen bilden neue Generation
Die Anti-Angiogenese stellt einen fundamental neuen Ansatz in der Tumortherapie dar. Im Gegensatz zu konventionellen Strategien wie Chemotherapie und Strahlentherapie, die Tumorzellen direkt angreifen, konzentrieren sich anti-angiogene Wirkstoffe auf die Wechselwirkung zwischen dem Tumor und seinem Gefäßbett.
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