Eierstockkrebs

Neuer Ansatz für Eierstock-Krebstherapie

Ein Wissenschaftsverbund der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, des Bonner Forschungszentrums "caesar" und der Berliner Charité klärt einen Mechanismus der Resistenz von Eierstockkrebs gegen Chemotherapie auf. Ein neuer Ansatzpunkt für die Eierstock-Krebstherapie.



Kinderwunsch nach Krebs

Prof. Dr. Matthias W. Beckmann retransplantierte der Patientin Bianca Türheimer erfolgreich Eierstockgewebe. - Foto: K&P

Hoffnung für krebskranke Frauen mit Kinderwunsch - 26 Jahre nachdem in der Frauenklinik des Universitätsklinikums Erlangen das erste deutsche Retortenbaby geboren wurde, ist den Erlanger Reproduktionsmedizinern unter Leitung von Klinikdirektor Prof. Dr. Matthias W. Beckmann erneut eine wissenschaftliche Sensation gelungen: Einer 32-jährigen Krebs- Patientin wurde vor einer intensiven Chemotherapie und Bestrahlung per Bauchspiegelung Eierstockgewebe entnommen.



Klinische Studien an der Charité

Die bösartigen (malignen) Tumoren des Eierstocks machen etwa 25% aller weiblichen Genitaltumoren aus. Der Eierstockkrebs (Ovarialkarzinom) ist der 5. häufigste bösartige Tumor (Malignom) der europäischen Frau. In Deutschland erkranken jährlich ca. 8000 Frauen an einem Ovarialkarzinom. Im Vergleich hierzu erkranken ca. 45 000 Frauen an Brustkrebs. Wegen fehlender Vorsorge- und Frühererkennungs-möglichkeiten und fehlender Frühsymptome weisen mindestens 75% der Patientinnen zum Zeitpunkt ihrer Diagnose bereits ein fortgeschrittenes Tumorstadium aufweisen (FIGO III/IV).



Studie belegt Behandlungsdefizite bei Patientinnen mit Eierstock-Krebs

(HAMBURG) Patientinnen mit Eierstock-Krebs haben eine bessere Überlebenschance, wenn sie sich in Kliniken behandeln lassen, die an wissenschaftlichen Studien teilnehmen - unabhängig davon, ob sie selbst im Rahmen einer klinischen Studie behandelt werden oder nicht. Dies belegt eine aktuelle Untersuchung, die Experten auf dem 55. Kongress der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe in Hamburg präsentieren. Die Studie belegt darüber hinaus, dass die Therapie-Ergebnisse in Deutschland - trotz Forschritte in den letzten Jahren - das internationale Niveau noch nicht erreicht haben.


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