Krebs bei Kindern

Krebszellen mit langem Atem

Das Medulloblastom gehört zu den häufigsten und auch zu den bösartigsten Gehirntumoren bei Kindern und Jugendlichen. Die Geschwulste wachsen sehr schnell, und fast die Hälfte der Patienten erliegt langfristig dem Leiden. Die Prozesse, die zur Entstehung der Tumore führen, waren bislang nicht im Detail bekannt. Dem LMU- Mediziner Dr. Ulrich Schüller ist nun in Zusammenarbeit mit internationalen Wissenschaftlerteams gelungen, in zwei Studien molekulare Mechanismen aufzudecken, die zur Entwicklung der Kleinhirntumoren führen.



Defekte Genschalter lösen Blutkrebs bei Kindern aus

Pablo Landgraf hat spezielle Genschalter im Erbgut identifiziert und beschrieben, die bei an Blutkrebs erkrankten Kindern verändert vorliegen. Für diese Entdeckung erhält der wissenschaftliche Mitarbeiter an der Klinik für pädiatrische Onkologie, Hämatologie und Klinische Immunologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf den diesjährigen Kind-Philipp-Preis. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis wird von der Kind-Philipp-Stiftung im Stifterverband verliehen. Die Stiftung fördert die Leukämie- und Krebsforschung. Jedes Jahr schreibt die Stiftung den "Kind-Philipp-Preis für pädiatrisch-onkologische Forschung" für die beste Arbeit deutschsprachiger Autoren zur Erforschung von Leukämie und Krebs bei Kindern aus.



Freizeitspaß für krebskranke Kinder

Im Waldpiratencamp können krebskranke Kinder endlich wieder das tun, was auch gesunde Kinder in ihrer Freizeit tun - Quelle: Deutsche Kinderkrebsstiftung

Augsburg, 7. Mai 2008 - Nach langer Therapie endlich wieder auf den Spielplatz: Klassik Radio unterstützt die Deutsche Kinderkrebsstiftung und sammelt Spenden für das Waldpiratencamp in Heidelberg. In der einzigartigen Freizeiteinrichtung können krebskranke Kinder wieder ein Stück Kindheit erfahren und Ferien von der Krankheit machen.



Hirntumoren bei Kindern individuell behandeln

Preisträger Dr. Stefan Pfister (Mitte) bei der Verleihung - Quelle: Kresin

Wie sieht die optimale Therapie bösartiger Hirntumoren bei Kindern aus? Welche Merkmale der Tumorzellen sind relevant für den Ausgang der Erkrankung? Für seine herausragende Forschung zu diesen Fragen ist Dr. Stefan Pfister, Kinderonkologe am Zentrum für Kinder- und Jugendmedizin am Universitätsklinikum Heidelberg, am 5. Mai 2008 mit dem Dr. Hella Bühler-Preis ausgezeichnet worden. Der Preis wurde in diesem Jahr zum dritten Mal vergeben und ist erstmalig mit 100.000 Euro dotiert.



Tumorimmunologie im Kindesalter

Die meisten Krebserkrankungen bei Kindern lassen sich heute sehr gut behandeln. "Die Heilungschancen liegen bei 85 Prozent", sagt PD Dr. Carl Friedrich Classen, Leiter des Bereichs Kinderonkologie am Universitätsklinikum Rostock. Dies sei auf verbesserte Behandlungsmöglichkeiten zurückzuführen. "Gerade bei Kindern häufige Erkrankungen wie Leukämie sind gut zu behandeln", so PD Dr. Classen.
Außerdem treten kaum heilbare Krebserkrankungen wie Bauchspeicheldrüsen- oder Bronchialkrebs bei Kindern gar nicht auf. Dennoch gibt es nach wie vor Krebserkrankungen im Kindesalter, die sehr schwer oder gar nicht heilbar sind.



"Auftanken" für schwerkranke Kinder an der Nordsee

Das Rosemarie-Fuchs-Haus auf Sylt - Quelle: Björn Schulz Stiftung

Berlin, März 2006. Ihre Ostereier suchen Lena und Robert aus Brandenburg in diesem Jahr zum ersten Mal auf der Nordseeinsel Sylt. Beide sind schwerkrank beziehungsweise haben gerade eine kräftezehrende Therapie hinter sich gebracht. Die Geschwister der beiden werden auch mitfahren.
Die Björn Schulz STIFTUNG ermöglicht seit vielen Jahren Familien mit einem Krebs- oder chronisch kranken Kind den Aufenthalt in einem wunderschönen reetgedeckten Fischerhaus auf Deutschlands berühmtester Nordseeinsel.



Zum Weltkrebstag am 4. Februar globale Kampagne

Bonn (jft) – Unter dem Motto „Mein Kind bedeutet mir alles“ findet am 4. Februar der Weltkrebstag 2006 statt. Ausgerufen hat diesen Tag die Union International Contre le Cancer (UICC). Weltweit informieren Patientenverbände, Gesundheitsbehörden sowie Forschungs- und Therapiezentren über den Kampf gegen Krebserkrankungen im Kindesalter. Dabei klären sie darüber auf, wie sich Tumoren erkennen lassen und wie sie angemessen und erfolgreich behandelt werden können.



Fortschritte bei der Behandlung von Kinderkrebs

Bonn/Göttingen (ek) - Jedes Jahr erkranken in Deutschland 1.800 Kinder an Krebs. Die Diagnose erschüttert das Leben der kleinen Patienten und ihrer Familien. Zwar können drei von vier krebskranken Kindern heute geheilt werden, doch die Therapie ist hart und lang. "Unser Ziel ist es, jedes krebskranke Kind heilen zu können", so Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe. "Doch dazu bedarf es der intensiven Forschung." Daher bewilligte die Deutsche Krebshilfe jetzt eine Stiftungsprofessur für die Kinder-Onkologie an der Universität Göttingen.



Björn Schulz STIFTUNG eröffnet Akademie


Berlin, Oktober 2005. Die Björn Schulz STIFTUNG eröffnette am Mittwoch, den 19. Oktober 2005, im ehemaligen Jüdischen Waisenhaus, Berliner Straße 120/121, Berlin-Pankow eine Akademie, die Fort- und Weiterbildungsprogramme für professionelle und ehrenamtliche Mitarbeiter in den Bereichen Gesundheit und Soziales sowie für Angehörige von schwer- und unheilbar kranken Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen anbietet.

"Dabei stützen wir uns auf Erfahrungen und Kompetenzen der vergangenen zwei Jahrzehnte in unserer Arbeit für Familien mit einem schwerstkranken Kind", erklärt Jürgen Schulz, Vorstand der Björn Schulz STIFTUNG und Gründer des Kinderhospizes SONNENHOF.

Glückwünsche und Grußworte zur Gründung der Akademie der Björn Schulz STIFTUNG sind bereits vom Bundestagspräsidenten Wolfgang Thierse, von der Berliner Senatorin für Gesundheit Soziales und Verbraucherschutz Dr. Heidi Knake-Werner sowie der Brandenburger Ministerin für Arbeit, Soziales und Familie Dagmar Ziegler gesandt worden.

Die Björn Schulz STIFTUNG ist nach einem Jungen, der mit sieben Jahren an Leukämie verstorben ist, benannt. Sie steht Familien mit einem schwerst- oder unheilbar kranken Kind, Jugendlichen oder jungen Erwachsenen zur Seite, ermöglicht eine Nachsorge für chronisch und krebskranke Kinder im
Rosemarie-Fuchs-Haus an der Nordsee, bildet ehrenamtliche Familienbegleiter aus und eröffnete im Dezember 2002 das erste Kinderhospiz - den SONNENHOF - in Berlin-Brandenburg.

Die Arbeit der Björn Schulz STIFTUNG wird fast ausschließlich über Spenden finanziert.
Interessenten für die Akademie-Angebote melden sich bitte unter:

Akademie der Björn Schulz STIFTUNG
Wilhelm-Wolff-Straße 38
13156 Berlin
Tel.: 030/ 398 998 50 oder
akademie@bss-services.de .

IHRE ANSPRECHPARTNERIN:- Frauke Frodi -
Pressesprecherin der Björn Schulz STIFTUNG
Tel.: 030/ 398 998 43 Mobil: 0179/ 255 32 92
Email: frauke.frodl@bjoern-schulz-stiftung.de



Killerzellen jagen Neuroblastom-Zellen

Frankfurt (nh) - Die Aufgabe des menschlichen Abwehrsystems ist es, Fremdstoffe, Krankheitserreger und auch Krebszellen zu erkennen und zu zerstören. Doch oft verliert das Immunsystem im Kampf gegen einen Tumor. Jetzt wollen Wissenschaftler in Frankfurt und Berlin die körpereigene Abwehr gegen das Neuroblastom verstärken. Das Neuroblastom ist eine besonders bösartige Krebsart, die sich aus dem Nervensystem entwickelt. Es gehört zu den häufigsten soliden Tumoren im Kindesalter. Hier sind neue Therapie-Strategien dringend erforderlich. Denn die Heilungschancen sind in fortgeschrittenen Krankheitsstadien nach wie vor schlecht. Die Deutsche Krebshilfe fördert das Kooperationsprojekt mit 420.000 Euro.



Krebs bei Kindern:

Mainz (nh) - Das Deutsche Kinderkrebsregister in Mainz erfasst seit 25 Jahren fast vollzählig die Informationen krebskranker Kinder und Jugendlicher in Deutschland. Jetzt will das Kinderkrebsregister seine Daten mit finanzieller Unterstützung durch die Deutsche Krebshilfe umfassend analysieren und die Entwicklungen von Tumorerkrankungen bei Kindern in den letzten 25 Jahren aufzeigen.



Mein Kind hat Krebs

25 Jahre Deutsches Kinderkrebsregister: Experten aus ganz Europa diskutieren den aktuellen Stand der Wissenschaft am 11. und 12. März 2005 in Mainz – VolkswagenStiftung unterstützt internationales Symposium.
Krebs bei Kindern und Jugendlichen nimmt seit den 1970er Jahren in Europa zu. Das geht aus einer kürzlich veröffentlichten aktuellen Bestandsaufnahme hervor, die 19 europäische Staaten, insgesamt 63 „Krebsregister“ und einen Zeitraum von 30 Jahren umfasst. Rund 113.000 Krebserkrankungen von Kindern und 18.243 bei Jugendlichen wurden ausgewertet: Dabei zeigte sich, dass die Rate der Tumorerkrankungen bei Kindern jedes Jahr um etwa ein Prozent steigt, bei Jugendlichen um 1,5 Prozent (siehe "Lancet", Bd. 364, S. 2097).



Valproinsäure als Krebsmedikament

Die Verdienste von Professor Dr. Jindrich Cinatl, Leiter des Interdisziplinären Labors für Tumor- und Virusforschung am Institut für Medizinische Virologie (Direktor: Prof. Dr. Hans Wilhelm Doerr), Universitätsklinikum Frankfurt am Main, auf dem Gebiete der Krebsforschung sind in jüngster Zeit in zweifacher Hinsicht von unabhängiger Seite gewürdigt worden.
So erhielt Professor Cinatl für seine pädiatrisch-onkologischen Arbeiten den Fritz-Acker-Preis 2004. Der Fritz-Acker-Preis ist mit € 5.000,- dotiert und wird jährlich von der Fritz-Acker-Stiftung an Wissenschaftler verliehen, die sich auf dem Fachgebiet der Krebsforschung oder der Herzleiden besonders verdient gemacht haben.



Hirntumoren im Kindesalter:

Bonn - Die zweite bundesweite Tagung des Behandlungsnetzwerks HIT am 1./2. Oktober 2004 in Düsseldorf - "HIT" steht für Hirntumoren - stieß auf großes Interesse. Den 280 Teilnehmern, je zur Hälfte aus den Reihen der Ärzte und Wissenschaftler sowie der Eltern und Patienten, bot sich ein breit gefächertes Programm mit wissenschaftlichen und laienverständlichen Vorträgen, Diskussionsforen und Workshops.



Kinder mit fortgeschrittenem Hodgkin-Lymphom sprechen auf BEACOPP gut an

Kompetenznetz - Maligne Lymphome

Das von der Deutschen Hodgkin-Lymphom Studiengruppe (DHSG) entwickelte Therapieschema BEACOPP ist erstmals in einer Studie in den USA überprüft worden und hat sich als sichere und effektive Behandlungsoption für Kinder und Jugendliche mit Hodgkin-Lymphom im fortgeschrittenen Stadium erwiesen. Dies berichtete die pädiatrische o­nkologin Dr. Kara Kelly vom Morgan Stanley Childrens Hospital of New York-Presbyterian heute im Rahmen des 6. Internationalen Hodgkin-Symposiums in Köln.



Innovative Laboranalyse

Die angstvollen Blicke auf die Blutentnahme-Nadel gehören in der Klinik für Kinder- und Jugendliche am Universitätsklinikum Erlangen (Direktor: Prof. Dr. Wolfgang Rascher) in vielen Fällen der Vergangenheit an. Das Labor-Team hat in jahrelanger Forschungsarbeit eine sichere Alternative zur Blutanalyse entwickelt. Die Eltern entnehmen ihrem Kind Speichel, der im Kliniklabor untersucht wird. Dieses Verfahren bietet sich vor allem bei der Bestimmung von Hormonen (z.B. Steroide, Peptide) oder auch Medikamenten an.


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