Leukämie

Leukämie: Mannheimer Forscher wollen Therapierisiken reduzieren

Anfang September starten an der Universitätsmedizin Mannheim Dr. Stefanie Brems und ihr Team ein neues Forschungsprojekt. Ziel der Wissenschaftler, die im Forschungslabor der auf Hämatologie und Onkologie spezialisierten, von Professor Dr. Wolf-Karsten Hofmann geleiteten III. Medizinischen Universitätsklinik arbeiten, ist eine Risikoabschätzung des Krankheitsverlaufs bei Patienten mit Chronisch Myeloischer Leukämie (CML). Sie soll helfen zu entscheiden, ob und wann ein Patient am meisten von einer Knochenmarktransplantation profitiert. Wegen der hohen Komplikationsrate darf die Knochenmarktransplantation nur dann angewandt werden, wenn andere Behandlungen nicht erfolgversprechend erscheinen.



Neuer Behandlungsansatz bei Leukämie

Forscher der University of South Wales und des Children¹s Cancer Institute Australia haben einen neuen Ansatz bei der Behandlung von akuter myeloischer Leukämie (AML) entwickelt. Diese Form der Leukämie ist eine der aggressivsten Leukämie-Erkrankungen.



Angeborene Immunität und Darm-GvHD

Veränderungen der Immunzellen in Darmbiopsien in Abhängigkeit vom Vorliegen eines normalen (NOD2 wt) oder eines mutierten (NOD2 var) NOD2/CARD15 Rezeptors. Kein Unterschied im Zelluntergang der Darmzellen (Apopotse), in den zytotoxischen Lymphozyten (CD8)

Die Stammzelltransplantation von einem gesunden Spender ist eine wichtige Methode zur Behandlung von Patienten mit Leukämien und anderen Erkrankungen des Knochenmarks. Die Graft-versus-Host Erkrankung (GvHD) ist dabei eine schwere und häufig lebensbedrohliche immunologische Komplikation, besonders wenn sie innere Organe wie Darm und Leber erfasst. Unsere Arbeitsgruppe untersucht am Beispiel der Darm-GvHD, wie die unspezifische Entzündung durch Auseinandersetzung mit Darmbakterien die gerichtete Immunreaktion der Spender-Immunzellen gegen den Darm beeinflussen und modulieren kann.



Computersystem für Krebsforscher

Prof. Martin Dugas, hier mit seinen Mitarbeitern Christian Ruckert (l.) und Hans-Ulrich Klein (r.), ist Initiator des neuen

Bis zu einem Terabyte für einen einzigen Patienten, mehr als der Speicherplatz gängiger Heimcomputer: Die Datenmengen, die in der modernen Leukämieforschung anfallen, sind riesig - und die Auswertung sowie Interpretation nur mit modernen Informatik-Verfahren möglich. Ein solches entwickelt mit dem weltweiten "Leukämie-Genatlas" derzeit das Institut für Medizinische Informatik und Biomathematik (IMIB) der Universität Münster. Den Aufbau der neuen Datenbank ermöglicht die Deutsche José Carreras Stiftung, die für das Projekt eine Anschubfinanzierung von rund 120.000 Euro zur Verfügung stellt.



Hilfe gegen Leukämie

Hoffnung für Leukämiepatienten: Marburger Onkologen haben nachgewiesen, dass ein Medikament gegen Leber- und Nierenkrebs auch bei einer bestimmten Form von Blutkrebs hilft, nämlich bei akuter myeloischer Leukämie (AML). Die Mediziner haben ihre Ergebnisse in der Fachzeitschrift "Blood" veröffentlicht. Aufgrund dieser Daten hat die US-amerikanische Aufsichtsbehörde für Arzneimittel FDA angekündigt, eine schnelle Zulassung für den neuen Anwendungsbereich zu prüfen.



Zwei Millionen Helden gesucht

DKMS Logo

Tübingen / Köln – Ordnung muss sein: Alles für die DKMS, alles für den Tag der Lebensspende. Tom Gerhardt macht sich in seiner Paraderolle als Hausmeister Krause stark im Kampf gegen Leukämie. Zum „Tag der Lebensspende“ der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei ruft der Komödiant dazu auf, den DKMS-Spot fürs Leben zu drehen und die gemeinnützige Gesellschaft dabei zu unterstützen, die zwei Millionen Spendermarke zu knacken.



Überzeugende Erfolge bei der Behandlung von Leukämien

Von Mannheim aus koordiniertes bundesweites Kompetenznetzwerk veröffentlicht in den zehn Jahren seines Bestehens einzigartige Erfolge. Das vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte Kompetenznetz "Akute und chronische Leukämien" stellt in den zehn Jahren seines Bestehens eine positive Entwicklung fest: In dieser Zeitspanne hat sich beispielsweise die prognostizierte Überlebenszeit für Patienten mit chronischer myeloischer Leukämie (CML), eine der vier häufigsten Leukämieformen, um den Faktor zehn verlängert. Dies zeigt auch eine Studie des Kompetenznetzes, in der eine 5-Jahres-Überlebensrate von 92 Prozent ermittelt wurde.



Größere Heilungschancen für Leukämiekranke

Das erneute Auftreten einer Leukämie nach einer Stammzelltransplantation zu verhindern, ist Ziel eines neuen Forschungsprojekts an der Universität Duisburg-Essen. Geleitet wird es von Prof. Dr. Dietrich Beelen und Dr. Dr. Lambros Kordelas von der Klinik für Knochenmarktransplantation in Kooperation mit Priv. Doz. Dr. Vera Rebmann vom Institut für Transfusionsmedizin der Universität Duisburg-Essen. Das auf zwei Jahre angelegte Forschungsprojekt wird von der Deutschen José Carreras Leukämie- Stiftung mit 124.000 Euro gefördert.



Fortschritt in der Leukämiebehandung

Prof. Dr. med. Michael Hallek - MFK

Eine der bisher größten weltweit durchgeführten Studien zur Behandlung der chronischen lymphatischen Leukämie (CLL) zeigt längeres krankheitsfreies Überleben für mit Rituximab behandelten Patienten.
Leiter der Untersuchung ist Professor Michael Hallek, Direktor der Klinik I für Innere Medizin an der Uniklinik Köln. Die Ergebnisse der Phase III Studie setzen einen neuen Standard in der Erstbehandlung der CLL. Die klinische Studie prüfte, ob Patienten mit chronischer lymphatischer Leukämie (CLL) profitieren, wenn man den monoklonalen Antikörper Rituximab zusätzlich zur Standard-Chemotherapie ist verabreicht.



Verbesserung von Diagnostik und Therapie akuter Leukämien

Arbeitsspektrum des NGFN


Die Behandlung von Kindern und Erwachsenen, die an Leukämie erkrankt sind, soll verbessert werden. Im Rahmen des Nationalen Genomforschungsnetzes NGFNplus des Bundesforschungsministeriums (BMBF) erhalten jetzt zu diesem Zweck elf Universitätskliniken und zwei außeruniversitäre Einrichtungen* in den kommenden drei Jahren sechs Millionen Euro mit der Perspektive einer zweijährigen Verlängerung.



Kita schützt vor Krebs

Andere Kinder und draussen spielen kann Leukämie vorbeugen. Auch ein Schnupfen ist da nicht schlimm. - Quelle: DccCheck com

Besuchen Kinder Krabbelgruppen oder einen Kindergarten, bringen sie zum Leidwesen der Eltern eine Infektion nach der anderen mit nach Hause. Diese Infektionen bewahren aber offenbar vor Schlimmerem: Forscher der Universität von Kalifornien fanden heraus, dass frühkindliche Infektionen für ein etwa um 30% reduziertes Leukämierisiko sorgen.



Genveränderungen beeinflussen Heilungschancen bei Leukämie

Prof. Dr. Konstanze Döhner - Foto: UK Ulm

Wissenschaftler am Universitätsklinikum Ulm und der Medizinischen Hochschule Hannover ist es gelungen, bei Patienten mit akuter myeloischer Leukämie bisher nicht sichtbare genetische Defekte zu entschlüsseln. Ihre Erkenntnisse ermöglichen Vorhersagen zu Heilungschancen und zielgerichtetere Therapieformen. Die Ergebnisse ihrer Studie erscheinen am 1. Mai 2008 in der renommierten Zeitschrift New England Journal of Medicine



Dem Blutkrebs auf der Spur

Ein Teil des Nachwuchs-Forscher-Teams v.l.: Wagma Popal (Pharmazeutin), Nicole Weit (Humanbiologin), Dr. Abdul A. Peer Zada (Postdoktorand), Dr. Marco Herling (Gruppenleiter) und Carola Gigel (Pharmazeutin)

Die Chronische Lymphatische Leukämie (CLL) ist eine jener Krebserkrankungen, die Menschen meist erst im Alter trifft. Aufgrund der steigenden Lebenserwartung droht diese Leukämieform künftig weit häufiger als bisher aufzutreten. Kölner Wissenschaftler versuchen daher, die Ursache dieser bislang unheilbaren und individuell äußerst variabel verlaufenden Erkrankung zu verstehen, um wirksame und nebenwirkungsarme Behandlungen zu entwickeln. Derzeit wissen die Forscher nur wenig über die kritischen molekularen Signalwege, die das Überleben der Tumorzellen bei der CLL bewirken sowie das Fortschreiten der Erkrankungen auslösen.



Leukämiezellen entkommen der Immunüberwachung

Quelle: nature . com

Das Immunsystem spielt eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von malignen Erkrankungen. Mittlerweile ist klar, dass eine Krebserkrankung nur dann entsteht, wenn es entarteten Zellen gelingt, der Überwachung durch das Immunsystem zu entkommen. Insbesondere bei der Entstehung bzw. Verhinderung von Leukämien spielen, neben anderen Komponenten des Immunsystems, die Natürlichen Killerzellen (NK Zellen) des Organismus eine zentrale Rolle.



Pille gegen Leukämie

Für die O­nkologie hat das 21. Jahrhundert viel versprechend begonnen: Seit dem Ende der 1990er Jahre trägt die jahrzehntelange Forschung erste sichtbare Früchte in Form einer ganzen Reihe neuer, wirksamer Substanzen. Antikörper wie Herceptin gehören genauso dazu wie die sogenannten Tyrosinkinasehemmer. Beide Wirkstoffgruppen greifen den Krebs auf der molekularen Ebene an - ein sehr wirksames, aber auch begrenztes Verfahren. Die einzelnen Substanzen entfalten ihre Wirksamkeit nur bei ganz bestimmten, eng umgrenzten Tumorgruppen.



Leukämie besser im Griff

Blutkrebs lässt sich durch kombinierte Therapie effizienter behandeln - Marburger Forscher verhindern Resistenz von Leukämiezellen gegenüber Standardmedikament - Veröffentlichungsserie in Blood und Leukemia.
Trotz verbesserter Behandlungsmethoden stirbt derzeit eines von vier leukämiekranken Kindern. Bei Erwachsenen ist die Prognose noch schlechter: Drei von fünf erkrankten Erwachsenen überleben die Blutkrankheit nicht. Den derzeit wirksamsten Ansatzpunkt für neue Behandlungsmethoden bilden die genetischen Ursachen der Krankheit.



Neues Modell zur Leukämieentstehung

Erkrankungen des blutbildenden Systems und des Knochenmarks sind vielfältig und treten in allen Alterstufen auf. Eine zunehmend häufiger auftretende Form ist das Myelodysplastische Syndrom (MDS). Hierunter werden Fehlbildungen zusammengefasst, bei denen einzelne Zellen des Blutbildenden Knochenmarkes unterschiedlich stark in Hinblick auf ihr Aussehen, ihre Funktion und die Anzahl verändert sind und häufig so einer Leukämie vorausgehen.



T-Zell-Leukämie


Dass bei Leukämien die Zellvermehrung außer Kontrolle gerät, ist nicht der einzige Grund für die "Überschwemmung" von Blut und Lymphsystem mit weißen Blutzellen; die krankhaft veränderten Zellen sterben auch nicht mehr ab. Natürliche Abwehrprogramme, welche die übermäßig wachsenden Zellen abtöten könnten, sind außer Kraft gesetzt. Ein Virusprotein mit der Bezeichnung Tax ist wesentlich beteiligt, wenn das menschliche T-Zell-Leukämievirus Typ 1 Lymphozyten zu permanentem Wachstum transformiert.



Frühwarnsystem kündigt Rückfall einer Leukämie an

Frankfurt/Main (nh) – Bei einer Leukämie, der häufigsten Krebsart bei Kindern, sind die Zellen des blutbildenden Systems bösartig verändert. Daher ist die Transplantation von Blutstammzellen oft die einzige Heilungschance. Die Hauptgefahr dabei: Wenn durch die Therapie nicht alle Krebszellen zerstört wurden, kann die Leukämie erneut ausbrechen. Professor Dr. Peter Bader vom Universitätsklinikum Frankfurt am Main hat ein „Frühwarnsystem" entwickelt, das einen möglichen Rückfall frühzeitig anzeigt. „Darauf aufbauend erforschen wir jetzt eine Immuntherapie, die verbliebene Leukämiezellen vollständig vernichten soll", so Professor Bader. Die Deutsche KinderKrebshilfe fördert das Forschungsprojekt mit rund 270.000 Euro.



Den genetischen Ursachen der Akuten Leukämie auf der Spur

In den vergangenen Jahren hat die Forschung immer neue Erkenntnisse über die Entstehungsmechanismen von Krebs gewonnen. So können Fehler im Zellteilungsprogramm zu ungehemmtem Wachstum von Zellen und damit zu Krebs führen. Eine Störung im Wachstumszyklus weißer Blutzellen etwa löst Blutkrebs (akute lymphatische Leukämie - ALL) aus. Unklar ist aber, weshalb es zu solchen "Störfällen" in diesem genetischen Programm kommt und weshalb die Kontrollmechanismen der Zellen, die normalerweise dafür sorgen, dass defekte Zellen sich nicht mehr vermehren und absterben, nicht mehr greifen.



Neues Diagnoseverfahren in der Leukämie-Therapie ausgezeichnet

Der von der TUI AG, Hannover, gestiftete und mit 15.000 Euro dotierte Rudolf-Schoen-Preis für besondere Leistungen in der Medizin geht an Privatdozentin Dr. med. Eva Mischak-Weissinger, Abteilung Hämatologie, Hämostaseologie und o­nkologie der Medizinischen Hochschule Hannover (Direktor: Professor Dr. Arnold Ganser). Mit ihrer Forschungsarbeit konnte sie zeigen, dass mittels einer neuen Untersuchungsmethode, der Proteomanalyse, die rechtzeitige Erkennung einer lebensbedrohlichen Komplikation in der Leukämie-Therapie zuverlässig möglich ist. Die Arbeit wurde in der international renommierten Zeitschrift "Blood" publiziert.



Neue Ziele in der Leukämieforschung am Deutschen Krebsforschungszentrum

Gleich vier Wissenschaftlerteams am Deutschen Krebsforschungszentrum beginnen derzeit viel versprechende Forschungsprojekte, mit denen sie die Therapiemöglichkeiten bei Leukämie und verwandten Blutkrankheiten verbessern wollen. Die Deutsche José Carreras Leukämie-Stiftung e. V. unterstützt diese Forschungsarbeiten, die jeweils zwei bzw. drei Jahre dauern werden, mit insgesamt rund 900 000 Euro. Die Wissenschaftler der vier Gruppen verfolgen dabei ganz unterschiedliche Forschungsansätze.


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