dkfz

Erhöhtes Krebsrisiko für Typ-2-Diabetiker

Bildquelle: Nicole Schuster, Deutsches Krebsforschungszentrum

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum veröffentlichen die weltweit größte Studie zum kombinierten Risiko für Diabetes und Krebs. Typ-2-Diabetiker haben ein erhöhtes Erkrankungsrisiko für 24 der untersuchten Krebsarten. Am deutlichsten ist der Effekt bei Leber- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Dagegen erkranken Diabetiker signifikant seltener an Prostatakrebs.



Der Weg zum individuellen Tumorimpfstoff

Rasterelektronische Aufnahme von Immunzellen Bildquelle: Deutsches Krebsforschungszentrum

Gegen welche typischen Merkmale der Krebszellen richtet sich die körpereigene Immunabwehr? Mit einem neuen biochemischen Verfahren können Wissenschaftler der Neurochirurgischen Universitätsklinik Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums diese Frage nun für den einzelnen Tumorpatienten klären. Die Methode soll dabei helfen, neue Zielstrukturen für individuelle Tumorimpfungen zu identifizieren.



Fettsäure verbessert Krebsmedikament

Am Computer errechnete Darstellung des Enzyms Methyltransferase Bildquelle: Frank Lyko, Deutsches Krebsforschungszentrum

Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum entdeckten, dass sich die Bioverfügbarkeit und das Wirkspektrum des Blutkrebs-Medikaments Azacytidin verbessern, wenn der Wirkstoff an eine Fettsäure gekoppelt wird.



Eisenhaltige Nahrung erhöht Brustkrebsrisiko bei Frauen

Eine stark eisenhaltige Ernährung führt zu mehr Brustkrebsfällen. Außerdem im Heft: Kabeljauöl senkt Risiko, an Lungenkrebs zu sterben, bestimmte Genvarianten können in Verbindung mit Alkohol zu einem früheren Auftreten von Speiseröhrenkrebs führen.



Präzisere Diagnose, bessere Strahlentherapie

Computergesteuerte Lamellen einer Strahlenblende - Quelle: dkfz

Physiker, Informatiker, Ärzte und Ingenieure aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum stellen beim Weltkongress für Medizinphysik insgesamt 37 Projekte aus den Bereichen Bildgebung und Strahlentherapie vor. Präsident der Tagung, die am 7. September in München startet, ist Professor Dr. Wolfgang Schlegel aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum.



Reparatur oder Totalschaden?

Dr. Thomas Hofmann bei der Arbeit im Labor - Quelle: dkfz

Die DNA, Trägerin der Erbinformation in unseren Zellen, ist permanent Angriffen ausgesetzt: durch Umwelteinflüsse wie ultraviolette, Röntgen- oder Gammastrahlung oder durch aggressive Sauerstoffradikale, die bei Stoffwechselvorgängen im Körper selbst entstehen. In der Folge kommt es häufig zu Schäden des Erbguts, die Alterungsprozesse in Gang setzen oder Krebserkrankungen auslösen können. Wissenschaftler des Deutschen Krebsforschungszentrums untersuchen nun die molekularen Mechanismen, die diesen Abläufen zu Grunde liegen. Die Landesstiftung Baden-Württemberg unterstützt das Forschungsvorhaben in den nächsten drei Jahren mit insgesamt 750.000 Euro.



Bessere Bildgebung und Strahlentherapie bei Krebs

Darstellung eines Hirntumors mit Computer- und Positronenemissions- Tomographie. Die farbigen Konturen dienen zur Planung einer Strahlentherapie - Quelle: dkfz

Krebspatienten sollen in Zukunft gezielter und schonender behandelt werden. Das ist das Ziel der sechs Partner aus Forschung und Industrie, die ihre Expertise in der Strahlentherapie, der bildgebenden Diagnostik und der Softwareentwicklung im Konsortium "DOT-MOBI" bündeln. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung fördert das Vorhaben mit 6,9 Millionen Euro. In Heidelberg sind das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ) und das Universitätsklinikum mit seiner Radiologischen Klinik sowie dem Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) beteiligt.



Stillgelegte Gene als Warnhinweis für Blutkrebs

Christoph Plass - Quelle: dkfz

Im Erbgut von Krebszellen sind wichtige Wachstumsbremsen oft durch chemische Markierungen der DNA stillgelegt. Wie es dazu kommt, untersuchten Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum gemeinsam mit Kollegen von der amerikanischen Ohio State University. Sie entdeckten, dass bei Mäusen die krebstypischen Erbgut-Markierungen lange vor den ersten Symptomen einer Blutkrebs-Erkrankung auftreten. Ein Test auf die Genmarkierung könnte daher eine entstehende Krebserkrankung frühzeitig aufspüren.



Tumorzellen zum Selbstmord überreden

Der mit dem Rudolf-Virchow-Preis ausgezeichnete Heidelberger Pathologe Dr. Wilfried Roth. Quelle: Universitätsklinikum Heidelberg

Mit welchen molekularen Botschaften kann man Tumorzellen zum Rückzug bewegen? Forscher des Pathologischen Instituts am Universitätsklinikum Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums (DKFZ) haben Signalketten entschlüsselt, die das Selbstmordprogramm von Tumorzellen beeinflussen und neue Ansatzpunkte für eine Therapie aufzeigen. Für seine Arbeiten zu diesem Thema erhielt Privatdozent Dr. Wilfried Roth, Leiter einer von der Deutschen Krebshilfe geförderten Nachwuchsgruppe am DKFZ und Pathologischen Institut, den mit 5.000 Euro dotierten Rudolf-Virchow-Preis. Die Auszeichnung wurde bei der Jahrestagung der Deutschen Gesellschaft für Pathologie vom 4. - 7. Juni 2009 in Freiburg verliehen.



Gene und Krebs

Die Gene können nicht nur die Krebsentstehung, sondern auch den Krankheitsverlauf und den Erfolg einer Therapie beeinflussen. Selbst die Nebenwirkungen bei einer Bestrahlung sind abhängig vom Erbgut des Patienten, wie Forscher im Deutschen Krebsforschungszentrum aus ihren Untersuchungen wissen. Insgesamt sieben Beiträge im neuen "einblick" befassen sich mit unserem Erbgut und damit, welche Rolle es bei Tumorerkrankungen spielt.



Virustherapie gegen hormonunabhängigen Prostatakrebs

Wachsen Prostatakrebszellen trotz des Entzugs männlicher Geschlechtshormone, so ist die Erkrankung nur noch schlecht unter Kontrolle zu halten. In der aktuellen Ausgabe des International Journal of Cancer (IJC) beschreiben japanische Forscher eine Virustherapie als mögliche Behandlungsoption für dieses Krebsstadium. Weitere Themen im aktuellen Heft: neu entdeckte Erbgutveränderungen beim Lynch-Syndrom sowie der Einfluss des Wachstumsfaktors PDGF bei der Entstehung von Hirntumoren. Die Druckversion des IJC 124 (10) erschien am 15. Mai.



Krebsrisiko aus Grill und Pfanne

Rechtzeitig zum Start der Grillsaison bestätigen Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum die Warnung: Finger weg von scharf angebratenen Steaks und angekohlten Würstchen, denn die beim Grillen oder Braten entstehenden heterozyklischen aromatischen Amine steigern erheblich das Risiko, bestimmte Gewebeveränderungen im Dickdarm zu entwickeln. Diese als Adenome bezeichneten Polypen sind häufig Vorstufen für Dickdarmkrebs.



Bestmögliche Information für Krebspatienten

Dr. Hans-Joachim Gebest, Dr. Stefanie Seltmann, Prof. Annette Schavan, Prof. Otmar D. Wiestler (v.l.n.r.) bei der Pressekonferenz zur Erweiterung des KID zum Nationalen Referenzzentrum für Krebsinformation - Quelle: dkfz

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) fördert den Ausbau des Krebsinformationsdienstes (KID) am Deutschen Krebsforschungszentrum zu einem "Nationalen Referenzzentrum für Krebsinformation". Durch die institutionelle Förderung kann der Dienst adäquat personell an die gestiegenen Anforderungen angepasst werden. Dies schafft die notwendigen Voraussetzungen dafür, um den wachsenden Bedarf an qualitätsgeprüfter Information über Krebs in der Bevölkerung zu decken und vermehrt auch Fachkreisen für Anfragen zur Verfügung zu stehen.



Krebsmedikamente: zielgenau statt Schrotschuss-Taktik

Eine neue Klasse von Wirkstoffen wird derzeit weltweit in klinischen Studien gegen verschiedene Krebserkrankungen getestet. Diese Medikamente wirken unspezifisch gegen eine ganze Gruppe von Enzymen, die an der Krebsentstehung beteiligt sind. Beim bösartigen Neuroblastom, einem häufigen Krebs des Kindesalters, zeigten Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum zum ersten Mal, dass ein einzelner Vertreter dieser Gruppe, das Enzym HDAC8, für Krebswachstum und schwere Krankheitsverläufe verantwortlich ist. Ein spezifischer Wirkstoff gegen HDAC8 stoppt das Wachstum von Neuroblastomzellen in der Kulturschale.



FDA warnt vor betrügerischen Krebsmitteln

Das Deutsche Krebsforschungszentrum (dkfz) in Heidelberg

Ein Mittel gegen jede Form von Krebs, eine sanfte Alternative zur Chemotherapie, natürliche Heilung mit Kräutern  - die meisten Tumorpatienten wissen, was sie von solchen Versprechungen zu halten haben. Das Geschäft mit der Angst lohnt sich trotzdem: Produkte, die als angebliche Wunderwaffe gegen Krebs beworben werden, verkaufen sich meist höchst erfolgreich.



Warum Tumorzellen resistent werden

Thomas G. Hofmann - Quelle: dkfz

Bei irreparablen Erbgutschäden leiten Zellen normalerweise den programmierten Zelltod, die Apoptose ein. Bei Tumorzellen versagt dieser Mechanismus jedoch häufig, was dazu führt, dass sich entartete Zellen vermehren und im Körper ausbreiten können. Wissenschaftler im Deutschen Krebsforschungszentrum entdeckten nun, worauf dieses Versagen zurückzuführen sein könnte: Tumorzellen bauen ein Protein, das die Apoptose bei Erbgutschäden auslöst, einfach ab. Eine Blockade dieses Proteinabbaus könnte die Apoptose wieder in Gang bringen und damit die Wirksamkeit von Strahlen- oder Chemotherapie verbessern. Ihre Arbeiten haben die Forscher jetzt in Nature Cell Biology veröffentlicht.



Bildgesteuerte Strahlentherapie mit "ARTISTE"

ARTISTE Solution - Quelle: medical - siemens . com

Mit "Artiste", einer Kombination aus Linearbeschleuniger (Bestrahlungsgerät) und Computertomographen, können Ärzte während der Strahlentherapie Lage, Ausdehnung und Bewegung eines Tumors kontrollieren und die Position des Patienten gegebenenfalls nachjustieren. An der Entwicklung des Geräts, das von Siemens Healthcare hergestellt und vertrieben wird, waren Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum maßgeblich beteiligt.



Eine risikoreiche Kombination

Liegt eine Infektion mit dem Magenbakterium Helicobacter pylori vor, so steigt bei hohem Fleischkonsum das Magenkrebsrisiko auf das Fünffache. Zu diesem Ergebnis kommt eine Auswertung der Daten von EPIC, einer Untersuchung an rund einer halben Million Menschen aus ganz Europa.



Krebs von A bis Z

Pünktlich zum Deutschen Krebskongress vom 22. bis 26. März 2006 in Berlin veröffentlicht das Deutsche Krebsforschungszentrum mit dem Springer Medizin Verlag das Buch "Thema Krebs". Es enthält Antworten zu fast 100 Fragen, die Krebspatienten und ihre Angehörigen im Umgang mit einer Krebserkrankung und dem Leben nach Krebs intensiv beschäftigen.



Nachhilfe für die Strahlentherapie

Immer mehr Krebspatienten können heute durch Strahlentherapie - allein oder in Kombination mit Chirurgie oder Chemotherapie - geheilt werden. Im Deutschen Krebsforschungszentrum suchen Wissenschaftler der Klinischen Kooperationseinheit Strahlentherapie unter der Leitung von Professor Dr. Dr. Peter Huber nach Möglichkeiten, die Wirksamkeit dieser Behandlungsform weiter zu verbessern. Eine Achillesferse des Tumors, die die Forscher dabei anvisieren, ist die Neubildung von Blutgefäßen, Angiogenese genannt.



Tumorzellen werden umprogrammiert

Tumorzellen legen häufig wachstumshemmende Gene still, indem sie bestimmte Bausteine der DNA chemisch markieren. Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum synthetisieren einen Wirkstoff, der diese Veränderungen rückgängig macht.Die Ausprägung von Genen kann auf verschiedenen Ebenen gesteuert werden. Bei einer Variante, der die Wissenschaft in den letzten Jahren große Beachtung schenkt, werden kleine Kohlenwasserstoffverbindungen, so genannte Methylgruppen, an die Cytosin-Bausteine der DNA gekoppelt. Diese Methylierung legt Gene still oder drosselt zumindest ihre Aktivität.



Fragen zum Mammographie-Screening oder zur Brustkrebs-Prävention?

Nach jahrelangen Diskussionen ist es soweit: Die Einführung des Mammographie-Screenings für Frauen zwischen 50 und 69 Jahren im deutschen Gesundheitswesen hat begonnen. Bayern ist das erste Bundesland, in dem das Screening nun fast flächendeckend angeboten wird. Noch in diesem Jahre sollen weitere Länder folgen. Doch für viele Frauen ist das Thema noch sehr abstrakt.



Schutzwall des Tumors knacken

T-Zellen, die eine regulierende Funktion im Immunsystem haben, sprechen anders auf Apoptoseauslöser an als T-Zellen, die die eigentliche Abwehrreaktion ausmachen (Effektor-T-Zellen). Dies zeigte Dr. Benedikt Fritzsching in Zusammenarbeit mit Kollegen im Deutschen Krebsforschungszentrum und weiteren Partnern von der Universität Heidelberg jetzt erstmals in Untersuchungen* an menschlichen T-Zellen. Die Erkenntnisse bieten möglicherweise neue Ansatzpunkte für die Therapie von Krebs und Autoimmunerkrankungen.



"Auftragsmord": TAp63alpha löst den Tod von Krebszellen aus

Das Wunschziel einer erfolgreichen Chemotherapie ist der sichere Tod von Krebszellen. Die verabreichten Zytostatika ("Zellstopper") sollen dabei die Zelle in den Selbstmord treiben. Doch oftmals erweisen sich die Tumorzellen als resistent. Wissenschaftler der Medizinischen Universitätsklinik Heidelberg und des Deutschen Krebsforschungszentrums haben nun das zelleigene Protein TAp63alpha identifiziert, das ein Todessignal vermittelt.



Fleisch steigert, Fisch senkt das Darmkrebsrisiko

Wer täglich auf Schinken und Bratwurst besteht, erhöht sein Darmkrebsrisiko deutlich. Kommt dagegen häufig Fisch auf den Tisch, ist das Risiko an Darmkrebs zu erkranken abgesenkt. Frühere Untersuchungsergebnisse hatten bereits auf diese Zusammenhänge hingewiesen - die Auswertung einer Studie mit rund einer halben Million Teilnehmern bestätigt nun die Vermutung.



Den Tumor "im Auge behalten":

Die Strahlen immer präziser auf den Tumor zu lenken und dabei umgebendes, gesundes Gewebe zuverlässig vor Strahlenschäden zu schonen, ist und bleibt das oberste Ziel der Strahlentherapeuten. Mit einem neuartigen Verfahren, das Bestrahlung unter gleichzeitiger Röntgenkontrolle erlaubt, sind Wissenschaftler aus dem Deutschen Krebsforschungszentrum diesem Ziel wieder einen Schritt näher gekommen.



Verbot Krebs- und suchterzeugender Zusatzstoffe in Zigaretten gefordert

Das Deutsche Krebsforschungszentrum fordert in zwei neuen Veröffentlichungen über Zusatzstoffe in Tabakerzeugnissen ein Verbot aller derjenigen Zusatzstoffe, die nachgewiesenermaßen krebserzeugend sind oder im Verdacht stehen, Krebs zu erzeugen, sowie aller Zusatzstoffe, die durch den Verbrennungsvorgang im Zigarettenrauch krebserzeugende Substanzen entstehen lassen.



Krebspatienten leben länger mit modifizierter Immuntherapie

Im Kampf gegen Krebs könnten Viren vom Typ des Newcastle Disease Virus (NDV) möglicherweise wertvolle Dienste leisten. Professor Volker Schirrmacher, Leiter der Abteilung Zelluläre Immunologie im Deutschen Krebsforschungszentrum, erzielte mit einer virus-modifizierten Immuntherapie ermutigende Ergebnisse. In verschiedenen Studien an mehr als 200 Krebspatienten zeigten 28,5 Prozent der immuntherapierten Patienten eine Verbesserung im Langzeit-Überleben im Vergleich zu entsprechenden Patienten ohne Immuntherapie.*



Bilder höchster Auflösung durch Weiterentwicklung der Computertomographie

Die Computertomographie ist ein Standardverfahren in der Krebsdiagnostik, um Tumoren im Körper aufzuspüren. Allerdings lassen sich hierbei detaillierte Gewebestrukturen aufgrund der zu geringen Auflösung nicht darstellen. In Nature Medicine berichten Dr. Fabian Kiessling, Abteilung Medizinische Physik in der Radiologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, und Dr. Susanne Greschus, Abteilung Neuroradiologie der Universität Gießen, über eine Weiterentwicklung der Standardmethode, die innerhalb von Sekunden Bilder in höchster Auflösung liefert.



Wie sich das Geheimnis krankheitsrelevanter Proteine lüften lässt

Die Ergründung zellulärer Mechanismen, die zu Krankheiten wie Krebs führen, stellt die Biomedizin vor eine große Herausforderung. Wissenschaftler der Abteilung Molekulare Genomanalyse unter Leitung von Professor Annemarie Poustka, Deutsches Krebsforschungszentrum, haben sich dieser komplexen Aufgabe angenommen und einen bislang einzigartigen Leitfaden entwickelt, der es Wissenschaftlern ermöglicht, der Funktion von Proteinen schnell und effizient auf die Spur zu kommen. In einem kürzlich veröffentlichten Artikel der Fachzeitschrift "Genome Research"* stellen Dr. Stefan Wiemann und seine Kollegen diese "Funktionelle Pipeline" vor.



"Unsterblichkeitsenzym" im Mittelpunkt des wissenschaftlichen Interesses

Krebsentstehung und Alterung haben eines gemeinsam: Beide Prozesse sind abhängig von so genannten Telomeren und dem "Unsterblichkeitsenzym" Telomerase. Genau um diese Komponenten dreht sich der 3. Europäische Workshop "Role of Telomeres and Telomerase in Cancer and Aging", der vom 21. bis 23. November 2004 in Ladenburg im Hotel Nestor stattfindet. Professor Petra Boukamp, Leiterin der Abteilung Genetik der Hautcarcinogenese im Deutschen Krebsforschungszentrum, initiierte den Workshop mit dem Ziel, ein europäisches Forum für einen offenen Austausch neuester Ergebnisse zu schaffen. Zudem soll die Veranstaltungen Nachwuchswissenschaftlern ermöglichen, neue Kontakte zu Kollegen aus dem Fachgebiet zu knüpfen. Der Workshop wird finanziert von der Boehringer Ingelheim Stiftung.



Wenn Krebszellen immer weiterleben

Warum Krebszellen manchmal trotz Chemotherapie weiterleben und was Tumoren gegen eine Behandlung resistent machen kann, zeigt der Krebsinformationsdienst KID in seinem neuen "Aktuellen Thema" auf. Die Chemotherapie bleibt trotz aller Weiterentwicklungen in der molekularen Medizin neben "Stahl und Strahl", Operation und Bestrahlung, eine der wichtigsten Behandlungsmethoden gegen Krebs. Doch ihr eilt der Ruf voraus, nicht immer wirksam zu sein. Zu häufig werde sie auch dann noch eingesetzt, wenn eine Behandlung gar keinen Sinn mehr macht, bemängeln Kritiker.



Zwei Jahre FIT

Bis zu 40 Prozent aller Krebspatienten leiden noch lange Zeit nach Behandlung ihrer Tumorerkrankung unter Fatigue, d.h. unter anhaltender Müdigkeit mit Erschöpfung, die über eine normale Müdigkeit weit hinausgeht. Die meisten dieser Patienten fühlen sich den Anforderungen des Alltags nicht gewachsen und sind dadurch stark verunsichert.



Hoffnungen und Hindernisse auf dem Weg zur vorbeugenden Impfung gegen humane Papillomviren (HPV)

Experten sind optimistisch, dass mit der Verfügbarkeit von HPV-Impfungen die Zahl der Frauen, die sich diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen zur Behandlung von Krebsvorstufen im Bereich des Gebärmutterhalses unterziehen müssen, innerhalb einer Dekade deutlich zurückgehen wird. Mehrere Multicenterstudien dazu sind unterwegs, mit Ergebnissen ist in wenigen Jahren zu rechnen, betonte Professor Laura Koutsky, University of Washington, Seattle, bei einer Pressekonferenz am 5. Oktober im Deutschen Krebsforschungszentrum.



Ist Kinderwunsch trotz Krebs zu erfüllen?

Die neue Ausgabe des „einblick“ setzt sich mit dem Thema „Kinderwunsch bei Krebs“ auseinander. Denn Krebserkrankung und Behandlung können auch in Bezug auf Nachwuchs weitreichende Konsequenzen haben; so können z.B. Strahlen- und Chemotherapie die Zeugungsfähigkeit beeinträchtigen. Kann die Krebserkrankung an das Kind weitergegeben werden? Was geschieht, wenn während der Schwangerschaft Krebs diagnostiziert wird? Auf diese Fragen und andere geht der Artikel ein, gibt Fallbeispiele und nennt Anlaufstellen.



Die Antwort der Gene sichtbar gemacht

Was genau passiert, wenn ein Signalmolekül auf der Zelloberfläche andockt? Ein Forscherteam unter der Leitung von Privatdozent Dr. Dr. Peter E. Huber vom Deutschen Krebsforschungszentrum machte die komplexen zellulären Reaktionen, die eine solche Bindung auslöst, zum ersten Mal auf Ebene der Gene sichtbar.



Viren in der Krebstherapie

Laufende klinische Studien rücken Viren als neue Waffe der Krebstherapie ins Blickfeld, insbesondere bei Tumoren, bei denen herkömmliche Ansätze der Chirurgie, Strahlen- oder Chemotherapie versagen oder nur begrenzt wirksam sind, z. B. bei bestimmten Hirntumoren oder Bauchspeicheldrüsenkrebs. Unter den Parvoviren identifizierte Professor Jean Rommelaere, Abteilung Tumorvirologie, Deutsches Krebsforschungszentrum, Virustypen mit deutlicher Wirkung gegen Krebszellen ohne relevante Nebenwirkungen.


>>> Artikel- Archiv aufrufen