Kategorie: Krebsforschung

In dieser Kategorie sind folgende Beiträge:

Hanfwirkstoffe gegen Krebs

Verschiedene Krebsthemen

Rostocker Pharmakologen entdecken neuen Wirkmechanismus

Pharmakologen vom Universitätsklinikum Rostock ist es gelungen, einen neuen Mechanismus der Antikrebswirkung von Cannabinoiden nachzuweisen. Diese Substanzen, die auch in der Cannabis-Pflanze zu finden sind, blockieren über die Bildung eines Hemmstoffs bestimmte Enzyme, mit deren Hilfe sich Krebszellen ungehindert im Körper ausbreiten.Noch vor rund zwanzig Jahren wurden die als Cannabinoide bezeichneten Inhaltsstoffe der Hanfpflanze aufgrund ihrer Rauschwirkung vor allem mit Missbrauch in Verbindung gebracht. Mit dem Nachweis von spezifischen Cannabinoid-Bindungsstellen auf Zellen sowie der Entdeckung eines körpereigenen Cannabinoids im Menschen rückten diese Stoffe seit Beginn der 1990er Jahre allerdings sehr stark ins Interesse der experimentellen und klinischen Forschung.



Impfstoff gegen Krebs

Verschiedene Krebsthemen

Mit dem 'Virentaxi' das Immunsystem gegen Krebs stärken

Um einen neuartigen Impfstoff gegen Tumorerkrankungen zu entwickeln, gehen die Forscher in diesem von der Wilhelm Sander-Stiftung geförderten Projekt einen ganz neuen Weg: Das Erbgut eines harmlosen, abgeschwächten Erkältungsvirus wird mit Erbinformationen aus Krebszellen kombiniert. Das Virus wird als 'Transportmittel' in die Zentren der Immunaktivierung benutzt, um das Immunsystem des Menschen gezielt anzuregen, um sich mit allen Mitteln gegen Krebserkrankungen zu wappnen und zu wehren. Dieser Grundidee folgen PD Dr. Ludewig und sein Team an der Laborforschungsabteilung des Kantonsspitals St. Gallen in der Schweiz. Ein verbesserter Impfstoff gegen Tumoren wäre ein wichtiger Schritt in der Bekämpfung dieser Erkrankung.



Trickreiche Tumorviren

Verschiedene Krebsthemen

Epstein-Barr Viren verändern die Eigenschaften eines Signalproteins ihrer Wirtszellen

Viren versuchen mit zahlreichen Tricks, Gewalt über ihre Wirtszellen zu gewinnen und sie zu ihrem eigenen Vorteil umzuprogrammieren. Dr. Arnd Kieser und seine Mitarbeiter in der Abteilung Genvektoren des Helmholtz Zentrums München konnten nun in einer aktuellen Publikation in PloS Biology zeigen, wie es Epstein-Barr Viren gelingt, ein Signalprotein ihrer Wirtszellen, das normalerweise den programmierten Zelltod - die Apoptose - vermittelt, zur Vermehrung der Zellen auszunutzen.

Epstein-Barr Viren, kurz EBV, sind humanpathogene Erreger aus der Familie der Herpesviren. Fast jeder Erwachsene trägt EBV in sich; mit einer Durchseuchungsrate von über 90 Prozent zählt EBV zu den erfolgreichsten Viren überhaupt. Sie besitzen doppelsträngige DNA als Erbmaterial und gehören zu den wenigen bisher bekannten Viren, die beim Menschen unter bestimmten Bedingungen Krebs auslösen können. Hierzu gehören Lymphome, also Lymphknotenkrebs, aber auch Karzinome des Nasen-Rachenraums und Magenkrebs.



Bakterien gegen Krebs

Verschiedene Krebsthemen

Bakterien als Helfer im Kampf gegen den Krebs

© Michael Bührke/PIXELIOForscher wollen Mikroorganismen zur Krebstherapie nutzen

Im Kampf gegen den Krebs sind Wissenschaftler stets bestrebt, wirkungsvollere Therapien zu entwickeln. Ein neues, derzeit weltweit beforschtes Konzept, ist die Anwendung von Bakterien: Denn manche Mikroorganismen können Tumoren gezielt besiedeln und zerstören. Dass dies so ist, weiß die Wissenschaft bereits seit über 150 Jahren. Doch erst in den letzten zehn Jahren wird die Bakterien-vermittelte Krebstherapie systematisch erforscht. Auch Dr. Siegfried Weiß, Helmholtz Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig, ist auf diesem Gebiet aktiv: In einem von der Deutschen Krebshilfe mit 155.000 Euro geförderten Forschungsprojekt untersucht er jetzt, wie die Bakterienart Salmonella typhimurium gegen bösartige Tumoren im Darm eingesetzt werden kann.



Wirksamkeit der Tanztherapie bei Krebs

Verschiedene Krebsthemen

FREIBURG. Tanztherapie erleichtert den Zugang zur Erlebensfähigkeit und zu seelischen Verarbeitungsprozessen, trägt zur Verminderung von Angst und Depressivität bei und führt zu höherem Wohlbefinden und Selbstbewußtsein. Zu diesen Ergebnissen kommt eine Pilotstudie, die mit Frauen in der o­nkologischen Rehabilitation an der Klinik für Tumorbiologie in Freiburg durchgeführt wurde. Es handelt sich dabei um die erste deutsche Studie zur Wirksamkeit der Tanztherapie in der o­nkologie.

Tanztherapie ist eine bewegungs- und körperorientierte Form der Psychotherapie, die von der Einheit von Körper, Geist und Seele des Menschen ausgeht. Ihr Ziel ist die authentische, selbstbestimmte Bewegung, über die Gefühle und Stimmungen ausgedrückt und bisher unbewußte Konflikte einer Bearbeitung zugänglich gemacht werden können. Dadurch kann der Patient/die Patientin das Vertrauen in sich Selbst wieder erlangen und diese Erfahrungen in das Selbstkonzept integrieren. 



Leben mit Krebs - Antworten auf neues Wissen

Verschiedene Krebsthemen

Unter dem Motto "Leben mit Krebs - Antworten auf neues Wissen" lud das Tumorzentrum Heidelberg/Mannheim am 25. September zum dritten Mal zu einem Patiententag ein. Die Informationsveranstaltung fand bei Krebspatienten, Angehörigen und interessierten Laien großen Zuspruch: Knapp 800 Teilnehmer informierten sich in Vorträgen, Podiumsdiskussionen, Expertenrunden, Workshops und an zahlreichen Informationsständen über aktuelle und neue Behandlungsmethoden bei Krebserkrankungen sowie verbesserte Wege der Patientenversorgung.

"Dies ist eine Veranstaltung im Dienste der Patienten" sagte Professor Dr. Dr. Markus Büchler, Vorsitzender des Lenkungsausschusses des Tumorzentrums Heidelberg/Mannheim, in seiner Eröffnungsrede. Er verwies auf die hohe Bedeutung des Gesprächs zwischen Arzt und mündigem Patienten. Die Mitsprache und das Mitdenken gut informierter Patienten könnten entscheidend zu besseren Behandlungsergebnissen beitragen.

Der Patiententag machte deutlich, wie groß das Informationsbedürfnis bei Betroffenen ist. Experten aus Medizin und Wissenschaft gingen in ihren Vorträgen und Diskussionsrunden speziell auf Themen ein, die Patienten und Angehörige während der Erkrankung oder nach erfolgter Behandlung beschäftigen.



Nierenfunktionsstörungen frühzeitig erkennen:

Verschiedene Krebsthemen

Die Gesellschaft für Nephrologle empfiehlt die Abschätzung der glomerulären Filtrationsrate (GFR) nach der MDRD- Formel als Standardvorsorgecheck

Der beste Parameter zur Bestimmung der Nierenfunktion ist die glomeruläre Filtrationsrate (GFR), die jedoch nicht direkt gemessen, sondern nur über indirekte Clearance-Verfahren bestimmt werden kann.
Das übliche Vorgehen zur Bestimmung der GFR war bisher die Berechnung der Kreatinin-Clearance aus dem 24-Stunden-Sammelurin - eine recht aufwändige Messmethode. Daher wurde in der Praxis statt dessen oft nur die einfache Bestimmung des Serumkreatinin vorgenommen, welches allerdings wenig sensibel ist und eine große diagnostische Lücke offen lässt. Prof. Jan Galle, Pressesprecher der Gesellschaft für Nephrologie, führt aus: