Kategorie: Vorsorge
In dieser Kategorie sind folgende Beiträge:Prävention: Handlungsbedarf in der Gesundheitsvorsorge
Expertenstudie: Allein bei Diabetes sind Kostensenkungen von bis zu 27 Milliarden Euro pro Jahr möglich / Schlechte Koordination und unzureichende gesetzliche Rahmenbedingungen verhindern erfolgreiche Prävention in Deutschland.
Gesundheitsvorsorge wird in Deutschland nur mangelhaft umgesetzt. Das ist das Ergebnis einer aktuellen Studie der Felix Burda Stiftung und der internationalen Management- und Technologieberatung Booz Allen Hamilton, an der mehr als 40 führende Präventionsexperten in Deutschland mitgewirkt haben. Schlechte Beurteilungen geben die Experten vor allem der Vorsorge bei Krebs (Darm, Prostata, Haut und Brust) sowie der allgemeinen Gesundheitsförderung - die übergreifende Schulnote lautet hierbei im Vergleich zu anderen Industrieländern "mangelhaft". Lediglich die Schwangerschaftsvorsorge und die Vorsorgeuntersuchungen im Kindesalter werden im internationalen Vergleich als "gut" bis "sehr gut" bewertet.
Jeden Tag 3.000 Schritte extra
Bundesministerin Ulla Schmidt startet Kampagne "Bewegung und Gesundheit"
Am 29.5.2005 hat Bundesgesundheits-ministerin Ulla Schmidt in Berlin die bundesweite Kampagne „Bewegung und Gesundheit“ in Deutschland gestartet. Bei einem Spaziergang an der Spree mit Bürgerinnen und Bürgern sowie viel prominenter Unterstützung machte Ulla Schmidt deutlich, wie wichtig Bewegung für die Gesundheit ist und warum das Motto der Kampagne „Deutschland wird fit. Gehen Sie mit.“ heißt. „Ob in der Freizeit oder bei der Arbeit, ob in der Kindertagesstätte oder in der Schule, ob in den eigenen vier Wänden oder im Seniorenheim, wir alle müssen uns mehr bewegen“, erklärt Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt. „Und Bewegung macht einfach Spaß.“
Selbstuntersuchung der Brust empfohlen
Deutsche Krebshilfe klärt Frauen über Brustkrebs-Früherkennung auf
Bonn (ek) – Nach wie vor ist Brustkrebs der häufigste bösartige Tumor bei Frauen. Früh erkannt, ist die Krankheit heute jedoch heilbar. „Wir ermuntern alle Frauen, die Chance der Früherkennung wahr zu nehmen“, sagte Professor Dr. Dagmar Schipanski, Präsidentin der Deutschen Krebshilfe, heute in Bonn. Aus Sicht der Experten trägt die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust dazu bei, das Körperbewusstsein zu erhöhen. „Einmal im Monat die eigene Brust abtasten – das ist gut investierte Zeit!“, so Schipanski.
Die regelmäßige Selbstuntersuchung der Brust ist sinnvoll und wichtig. Das ist das Ergebnis einer Nachfrage der Deutschen Krebshilfe bei allen zuständigen medizinischen Fachgesellschaften und Organisationen. In der Leitlinie zur Brustkrebs-Früherkennung, deren Erstellung von der Deutschen Krebshilfe unterstützt wurde, ist die Selbstuntersuchung der Brust wichtiger Bestandteil. Bei der jährlichen Krebs-Früherkennungsuntersuchung sollte jeder Frauenarzt seine Patientin über die Selbstuntersuchung informieren.
Die Sonne lacht - gib auf Dich acht!
BfS warnt vor Haut- und Augenschäden
Am ersten Aprilwochenende zeigt der Frühling sich von seiner schönsten Seite, und viele wollen die wärmenden Sonnenstrahlen genießen. Das Bundesamt für Strahlenschutz (BfS) erinnert daran, dass dabei der UV- Schutz nicht vergessen werden darf:
"Nach den langen Wintermonaten ist die Haut noch nicht an UV-Strahlung gewöhnt und muss erst langsam ihren Eigenschutz aufbauen" erläutert Anja Schröder, Sprecherin des BfS. Sonnencremes mit hohem Lichtschutzfaktor sowie Hut und eine Sonnenbrille zum Schutz der Augen sind daher unerlässlich, wenn auf die Freude über die Sonne nicht eine böse Überraschung folgen soll. Besonders sonnenbrandgefährdet sind Skifahrer, da zum einen der Schnee das Sonnenlicht reflektiert und zum anderen die UV-Strahlung mit zunehmender Höhe ansteigt. Auch hier müssen die Augen unbedingt geschützt werden.
Wer sich im Solarium vorgebräunt hat, ist trotzdem nicht auf die natürliche UV-Strahlung vorbereitet, erklärt Anja Schröder:
"Die UV- Strahlung in Solarien ist anders zusammengesetzt als die der Sonne. Die Haut kann daher keinen ausreichenden Eigenschutz aufbauen und muss genauso geschützt werden wie ungebräunte Haut".
Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs
Selbstuntersuchung soll Teilnahmerate erhöhen
Jena (nh) – Jedes Jahr erkranken hierzulande rund 6.600 Frauen neu an Gebärmutterhalskrebs. Rechtzeitig erkannt liegen die Heilungschancen bei fast hundert Prozent. Trotzdem geht weniger als die Hälfte der Frauen regelmäßig zur Krebs-Früherkennung. Die Deutsche Krebshilfe fördert jetzt am Universitätsklinikum Jena eine Studie mit über 170.000 Euro, die untersucht, ob die Bereitschaft zur Früherkennung durch das Angebot einer Selbstuntersuchung erhöht werden kann.
„Fast alle Gebärmutterhals-Tumoren werden durch humane Papillomviren (HPV) verursacht“, erklärt Dr. Peter Hillemanns, kommissarischer Direktor der Abteilung für Frauenheilkunde am Universitätsklinikum Jena und Leiter der Studie. Infektionen mit HP-Viren können im Laufe des Lebens immer wieder auftreten. Die allermeisten Infektionen verschwinden jedoch spontan wieder. Nur diejenigen Frauen haben ein erhöhtes Risiko an Gebärmutterhalskrebs zu erkranken, die chronisch infiziert sind.
Dem Lungenkrebs vorbeugen
www.krebsinformation.de
zeigt Strategien auf
Lungenkrebs gehört zu den Tumorerkrankungen, die nach wie vor vergleichsweise schwer zu behandeln sind. Experten sehen die größten Verbesserungsmöglichkeiten daher in der Vorbeugung. Welche Entwicklungen gibt es bei der Prävention des Bronchialkarzinoms? Der „Aktuelle Hintergrund“ auf der Internetseite des Krebsinformationsdienstes KID fasst zusammen, was derzeit über Risikofaktoren bekannt ist. Patienten mit Lungenkrebs finden unter www.krebsinformation.de in der Rubrik „Krebsarten“ einen aktuellen Überblick über Diagnose, Therapie und Nachsorge dieser Tumorerkrankung. Viele Links und Verweise auf andere Informationsmöglichkeiten ergänzen das Angebot.
Die Internet-Seiten des Krebsinformationsdienstes KID wurden in den vergangenen Monaten technisch vollständig neu aufgebaut und stehen seit Februar 2005 auch barrierefrei zur Verfügung. Als Hauptrisikofaktor für Lungenkrebs gilt das Rauchen. Neue Strategien setzen daher nicht nur auf die verbesserte Unterstützung von Rauchern, die gerne aufhören möchten. Kinder und Jugendliche rauchfrei aufwachsen zu lassen, ist ebenso wichtig: Schon bei den Ungeborenen von rauchenden schwangeren Frauen lassen sich Nikotinabbauprodukte im Urin nachweisen. Und unter den 15jährigen haben 71 Prozent der Mädchen und 68 Prozent der Jungen bereits eigene Raucherfahrung.
Vorsorgeuntersuchungen
Vorsorgeuntersuchungen sind von der Praxisgebühr befreit
Das Bundesministerium für Gesundheit und Soziale Sicherung informiert: Vorsorgeuntersuchungen wie die Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs, Schwangerschaftsvorsorge, der Gesundheits-Check-up, die Untersuchungen zur Zahnvorsorge und Schutzimpfungen sind von der Praxisgebühr befreit.
Die Vorsorgeuntersuchung beschränkt sich dabei nicht auf die unmittelbare ärztliche Tätigkeit, sondern umfasst auch ein Informationsgespräch des Arztes mit der Patientin und dem Patienten. Auch die anschließende Beratung ist Teil der Vorsorgeuntersuchung und damit nicht praxisgebührpflichtig.
Essen mit System
Weniger Fett und mehr Obst und Gemüse - aber wer hält eine Ernährungsumstellung dauerhaft durch? Der digitale Berater CENA zeigt, wie man sich gesünder ernährt, ohne die Essgewohnheiten gleich auf den Kopf stellen zu müssen.
Frau Gourmand löffelt begeistert Cremetorte. Und das, obwohl sie sich fest vorgenommen hat, den Weihnachtsspeck loszuwerden und sich gesünder zu ernähren. Fat Burner- oder Trennkostdiäten hat sie schon hinter sich, aber erfolglos. Nun kommt eine neue Lösung: CENA, eine Software für Ernährungsberatung, überprüft den Speiseplan und liefert Tipps, wie man zum Beispiel weniger Fette und mehr Vitamine zu sich nimmt. Dabei ist sie keineswegs ein Kontrolleur mit erhobenem Zeigefinger, sondern geht auf spezielle Vorlieben der Benutzer ein.
DURCH WISSEN ZUM LEBEN
Gute Zwischenbilanz:
3.400 Berliner Grundschüler haben am Ernährungstraining der Berliner Krebsgesellschaft teilgenommen
Seit Herbst 2003 haben in 77 Berliner Grund- und Sonderschulen rund 3.400 Dritt- und Viertklässler kostenlos an der 5 am Tag für Kids-Kampagne zur gesunden Ernährung teilgenommen. Geschulte Ernährungsberaterinnen gestalten einen Unterrichtstag, an dem sich alles um Obst und Gemüse dreht. Das Präventionsangebot der Berliner Krebsgesellschaft ist für die Schulen kostenlos.
Risikogestützte Früherkennung auf Blasenkrebs
Test auf Blasenkrebs im Rahmen von IGeL bei Rauchern
Das Harnblasenkarzinom ist nach dem Prostatakarzinom der zweithäufigste urologische Tumor. Entscheidende Risikofaktoren sind das Rauchen und die berufliche Exposition mit aromatischen Aminen. Gefährdete Berufsgruppen sind beispielsweise Farbarbeiter, Metallarbeiter, Maschinisten, Friseure und Reinigungspersonal. Jährlich treten in Deutschland über 16.000 Neuerkrankungen auf. Ein Drittel der Betroffenen leidet bereits an einem invasiven Tumor, wenn die Diagnose gestellt wird. Das beeinträchtigt die Heilungschancen erheblich. Professor Jens Erik Altwein, Chefarzt der urologischen Abteilung des Krankenhauses der Barmherzigen Brüder in München, plädiert bei Risikopatienten für eine risikogestützte Früherkennung mit dem Tumormarker NMP22.
NMP 22 - ein wichtiger Bestandteil der Krebsvorsorge
Der NMP 22 Test erkennt rund 75 bis 80 Prozent aller Patienten mit einem Blasenkarzinom
NMP 22 ist ein tumorassoziiertes Matrixprotein des Zellkerns, das in großen Mengen im Urin von Patienten mit einem Blasenkarzinom ausgeschieden wird. Im Labor kann dieser Tumormarker quantitativ mit dem NMP 22 ELISA Test nachgewiesen werden.
Seit neustem kann mit NMP 22 BladderCheck von Matritech GmbH Patientenurin rasch und direkt beim Arzt auf diesen Tumormarker hin untersucht werden. Um mehr über den Blasenkrebsmarker NMP 22 in Erfahrung zu bringen, interviewten wir Dr. Gerson Lüdecke von der Urologischen Klinik der Justus-Liebig-Universität Gießen. Dr. Lüdecke ist vorrangig auf dem Gebiet der Urologischen onkologie, insbesondere der Urothelkarzinome, tätig. In seinen Arbeiten hat er sich intensiv mit Tumormarkern im Urin befasst.
Blasenkrebs-Mobil auch 2010 auf Tour

