Kategorie: Gesundheitspolitik

In dieser Kategorie sind folgende Beiträge:

Patienten als Partner

Verschiedene Krebsthemen

Patientenorientierte Krebsmedizin gefordert

'Haus der Krebs-Selbsthilfe' wichtige Anlaufstelle für Krebs-Patienten

Bonn (CT) – Ausführliche Arzt-Patienten-Gespräche, die angemessen abgerechnet werden können, sowie interdisziplinäre o­nkologische Kompetenzzentren, in denen die psychosoziale o­nkologie und die Selbsthilfe fest verankert sind - das waren die zentralen Forderungen des ersten ’Tages der Krebs-Selbsthilfe’.

Die Deutsche Krebshilfe hat diesen Tag gemeinsam mit allen von ihr geförderten Krebs-Selbsthilfeorganisationen ausgerufen. Unter dem Motto „Patienten als Partner“ diskutierten 180 Vertreter der Selbsthilfe und der Krankenkassen sowie Ärzte und Multiplikatoren am 16. November 2005 in Bonn-Bad Godesberg über die Bedeutung der Krebs-Selbsthilfe und verabschiedeten eine Resolution, in der sie Defizite in der Patientenversorgung benannt und Verbesserungsvorschläge erarbeitet haben. In einem gemeinsamen  'Haus der Krebs-Selbsthilfe', das im Frühjahr 2006 in Bonn eröffnet wird, soll die Weiterentwicklung und Stärkung der Selbsthilfe voran getrieben werden.



Mehrheit der Deutschen für Finanzierungsmodell der Bürgerversicherung

Verschiedene Krebsthemen

Im aktuellen "Gesundheitsmonitor" der Bertelsmann Stiftung wenig Zustimmung für Kopfpauschale

Gütersloh, 3. August 2005. In der Debatte über die künftige Finanzierung des Gesundheitssystems spricht sich die große Mehrheit der Deutschen für das Modell der "Bürgerversicherung" aus. Das zeigen die Ergebnisse des aktuellen "Gesundheitsmonitors" der Bertelsmann Stiftung. Danach halten es zwei Drittel der deutschen Bevölkerung für gerecht, wenn sich zukünftig auch Selbstständige, Beamte und Besserverdiener mit einem Einkommen über 3.900 Euro Brutto(Versicherungspflichtgrenze) in der Gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) versichern müssen.

Mit deutlichem Abstand folgt die Einbeziehung aller Einkommensarten wie Mieten, Zinsen oder Aktiengewinne für die Berechnung des Krankenkassenbeitrages. 47 Prozent halten das für gerecht. Am wenigsten Unterstützung findet ein einheitlicher Pro-Kopf-Beitrag, die so genannte "Kopfpauschale".



Der Patient als Partner

Verschiedene Krebsthemen

Helga Kühn-Mengel: Der Patient muss Partner im medizinischen Behandlungsprozess werden

Foto: D.Höwing„Patientenrechte, Patientenschutz und Patientenbeteiligung sind zentrale Bestandteile der Gesundheitspolitik. Ich bin überzeugt, dass die Qualität der Behandlung und die Patientensicherheit dort gestärkt werden, wo die mündige Patientin oder der mündige Patient dem Arzt auf gleicher Augenhöhe gegenübersteht. Deshalb wollen wir unabhängige Beratung und objektive Informationen sichern und die Patientinnen und Patienten in allen Bereichen des Gesundheitswesens beteiligen“, das betonte die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange der Patientinnen und Patienten, Frau Helga Kühn-Mengel, anlässlich der Tagung „Gemeinsam entscheiden – neue Anstöße zur Förderung der Patientenbeteiligung“ heute in Berlin.



Zwei-Klassen-Medizin - qualifizierte Schmerztherapie nur noch für Privatpatienten?

Verschiedene Krebsthemen

Die Kassenärztliche Bundesvereinigung (KBV) nimmt ihren gesetzlichen Auftrag zur Sicherstellung der Versorgung chronisch Schmerzkranker nicht wahr. Die neuen Regelungen werfen die Schmerztherapie auf den Stand vor 20 Jahren zurück. Die wenigen Schmerzpraxen werden eliminiert. Statt Versäumnisse zuzugeben und zu korrigieren, versucht die KBV der Öffentlichkeit weiszumachen, bundesweit Schmerztherapie eingeführt zu haben. Das Gegenteil ist der Fall. Aber Angriffe können Pflichterfüllung nicht ersetzen.



1. Qualitätsbericht DMP

Verschiedene Krebsthemen

Jetzt liegt der erste Qualitätsbericht der Disease-Management-Prgramme (DMP) vor. Dazu sagte gestern Frau Ulla Schmidt, BMGS:

„Chroniker-Programme, so genannte Diesease-Management-Prgramme, sind inzwischen fester Teil der medizinischen Versorgung. Mit diesen qualitätsgesicherten Programmen ist die gesetzliche Krankenversicherung auf dem Weg zu einer neuen Versorgungskultur. Die Programme sind gut für die chronisch kranken Patientinnen und Patienten. Sie sind aber auch gut für die Ärztinnen und Ärzte, die mit diesen Programmen eine gesicherte wissenschaftlich fundierte Behandlungsbasis haben. Mit den Chroniker-Programmen wird Geld in Qualität investiert. Das zeigen auch die Ergebnisse des heute vorgestellten Qualitätsberichts zu DMP.“

Inzwischen sind über eine Million Teilnehmerinnen und Teilnehmer in Chroniker-Programme für Diabetes 2, Koronare Herzkrankheit und Brustkrebs eingeschrieben. Für Diabetes Typ 1 und chronisch obstruktive Lungenerkrankungen (Asthma/COPD) sind weitere Programme bei den Krankenkassen in Vorbereitung.

Der Qualitätsbericht wurde  von der Nordrheinischen Gemeinsamen Einrichtung Disease-Management-Programme GbR erstellt.
Man findet ihn unter: www.kvno.de/.



Gesundheitsreform aus Singapur als Vorbild

Verschiedene Krebsthemen

Wissenschaftspreis für Dr. Jonas Schreyögg von der TU Berlin

Wenn es nach Dr. Jonas Schreyögg von der TU Berlin geht, sollte sich Deutschland bei der Debatte um die Finanzierung der gesetzlichen Krankenkassen das Krankenversicherungsmodell in Singapur als Vorbild nehmen. In seiner Dissertation, die er am Institut für Gesundheitswissenschaften der TU Berlin anfertigt hat, hat sich Jonas Schreyögg mit dem Gesundheitssystem in Singapur auseinandergesetzt und dabei einen Ausweg aus der finanziellen Misere unseres Krankenversicherungssystems aufgezeigt.
 
Für diese Arbeit ist er nun bereits zum zweiten Mal mit einem Preis ausgezeichnet worden. Am 15. Januar wurde er mit dem Wissenschaftspreis der Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen e.V. geehrt, der jährlich für herausragende wissenschaftliche Arbeiten auf dem Gebiet des Gesundheitswesens vergeben wird und mit 5.000 Euro dotiert ist. Der Preis wurde in diesem Jahr an zwei Preisträger vergeben und die Preissumme geteilt. Bereits im vergangenen Jahr wurde er für seine Untersuchung mit dem Wolfgang-Ritter-Preis der gleichnamigen Stiftung ausgezeichnet. (vgl. hierzu Medieninformation Nr. 115 vom 29.4.04)



Rechte der Patientinnen und Patienten müssen weiterentwickelt werden

Verschiedene Krebsthemen

Pressestelle des BMGS Berlin, den 28.10.2004
 

Am 27. Oktober 2004 hat die Patientenbeauftragte der Bundesregierung, Helga Kühn-Mengel, eine Veranstaltung zur Weiterentwicklung der Patientenrechte durchgeführt.

Helga Kühn-Mengel: "Durch die Gesundheitsreform wurde die Position der Patienten in unserem Gesundheitswesen gestärkt. Erstmals wurde eine Patientenbeauftragte berufen, Patientenorganisationen sprechen im Gemeinsamen Bundesausschuss mit, und ein Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen wurde errichtet."



Gesundheitskarte sollte digitale Signatur enthalten

Verschiedene Krebsthemen

Dafür plädierten E-Government-Experten beim Workshop an der FH Brandenburg

Die elektronische Gesundheitskarte, deren Einführung die Bundesregierung für 2006 vorsieht, sollte unbedingt eine qualifizierte digitale Signatur enthalten. Damit könnten die Bürger - auch über den medizinischen Bereich hinaus - Verwaltungsdienstleistungen in Anspruch nehmen, die eine Authentifizierung erfordern. Zu diesem einmütigen Ergebnis kamen die E-Government-Experten, die am gestrigen Workshop der Alcatel SEL Stiftung für Kommunikationsforschung an der Fachhochschule Brandenburg (FHB) teilnahmen. Die ebenfalls teilnehmende Bundestagsabgeordnete Dr. Margrit Spielmann, Mitglied des Ausschusses für Gesundheit und soziale Sicherung, begrüßte diese Forderung und sicherte zu, sich für deren Umsetzung einzusetzen.

Beim Workshop "BürgerServiceNetz - Bürgerfreundliche Angebote mit neuen Technologien" wurden die neuesten Entwicklungen des gleichnamigen Electronic-Government-Projektes vorgestellt. Mit dem BürgerServiceNetz sollen Bürger über Computerterminals, die mit Call Centern verbunden sind, viele Behördengänge erledigen können, ohne die Ämter selbst aufsuchen zu müssen. Auch andere Dienstleistungen können über diese so genannten "Kiosk-Systeme" genutzt werden. Um Datenschutz und Sicherheit zu gewährleisten, brauchen die Bürger jedoch eine Signaturkarte, die sie eindeutig identifiziert. Diese Signaturkarte könnte die elektronische Gesundheitskarte sein, die ohnehin jeder Bürger erhalten wird. Die Einführung dieser Karte bietet nach Ansicht der Experten die einmalige Chance, auch die digitale Signatur in Deutschland flächendeckend einzuführen.


Weitere Informationen finden Sie unter:
http://e-government.fh-brandenburg.de

Pressemitteilung Fachhochschule Brandenburg, 08.10.2004