Kategorie: Früherkennung

In dieser Kategorie sind folgende Beiträge:

Prostatakrebs-Früherkennung: Urologen erweitern Aufklärungskampagne

Verschiedene Krebsthemen

"Promis gegen Prostatakrebs" ist eine erfolgreiche Patientenbroschüre der Deutschen Gesellschaft für Urologie e.V. (DGU) und des Berufsverbands der Deutschen Urologen e.V.,
die nun in dritter Auflage auch anderen Facharztgruppen, Apotheken und Einrichtungen im deutschen Gesundheitswesen kostenlos zum Auslegen angeboten wird.Gesundheit ist auch Männersache!



Gebärmutterhals- Krebsvorsorge:

Verschiedene Krebsthemen

HPV DNA-Test sensitiver als PAP-Abstrich

Große, randomisierte Studie bestätigt, dass der HPV DNATest sensitiver ist als der konventionelle PAP-Abstrich und die Dünnschichtzytologie

Dreieich, den 07. Juni 2006. – Eine Studie mit fast 34.000 Frauen, die in der Juni- Ausgabe des „Journal of the National Cancer Institute“ (JNCI) in den USA veröffentlicht wurde, fand heraus, dass der Test auf Hochrisikotypen (HR) der humanen Papillomaviren (HPV) bei der Gebärmutterhalskrebsvorsorge signifikant sensitiver ist als der konventionelle PAP-Abstrich und die Dünnschichtzytologie. Die Studie, die mit dem Hybrid Capture® 2 (hc2) HR-HPV DNA-Test der Firma Digene durchgeführt wurde, wurde von der Europäischen Union und vom italienischen Gesundheitsministerium finanziert.

Die jetzt veröffentlichte randomisierte und kontrollierte Studie vergleicht erstmalig den HPV DNA-Test mit dem konventionellen PAP-Abstrich und mit der Dünnschichtzytologie. Es ist gleichzeitig die bisher größte veröffentlichte Studie, die eindrucksvoll beweist, dass der HPV DNA-Test Vorteile gegenüber den gängigen zytologischen Methoden hat.

Die Autoren der Studie berichten, dass der hc2 HPV DNA-Test um 40 Prozent sensitiver ist als der konventionelle Abstrich und immer noch um 30 Prozent sensitiver als die Dünnschichtzytologie.
„Der HPV-Test alleine war bei Frauen im Alter von 35 bis 60 Jahren deutlich sensitiver als die konventionelle Zytologie. Die Verwendung der Dünnschichtzytologie verbesserte die Sensitivität nur marginal, gleichzeitig steigerte sich allerdings die Anzahl falsch-positiver Ergebnisse“, fassten die Autoren der Studie, angeführt von dem italienischen Epidemiologen Gugliemo Ronco vom Turiner Zentrum für Krebsprävention, ihre Untersuchungen zusammen.

In einer zweiten, jetzt anlaufenden Phase der Studie wird der HPV DNA-Test allein mit der konventionellen Zytologie verglichen. Die Analyse der vorläufigen Ergebnisse der Studie über neue Technologien bei der Gebärmutterhalskrebsvorsorge (NTCC) wurde an neun Zentren in Italien mit organisierten Vorsorgeprogrammen durchgeführt. Mehr als 33.000 Frauen nahmen an der Studie teil.



Tumormarker zur Früherkennung

Verschiedene Krebsthemen

Deutsche Krebshilfe fördert Forschungsprojekt

Bochum (nh) - Bei Krebs-Patienten hängt die Chance auf Heilung sehr stark vom Stadium ab, in dem der Tumor erkannt wird. So liegt die Heilungsrate bei Darmkrebs in der Frühform bei 90 Prozent. Sie sinkt aber dramatisch, je weiter die Erkrankung fortgeschritten ist. Die Krebs-Früherkennung ist somit eines der wichtigsten Mittel im Kampf gegen den Darmkrebs. Die Deutsche Krebshilfe fördert jetzt mit 240.000 Euro ein Forschungsvorhaben, bei dem Tumormarker gesucht werden, die zur Früherkennung von Darmkrebs geeignet sind.

Tumormarker sind Eiweißstoffe oder andere biologische Substanzen, die von Tumoren gebildet werden und in das Blut oder andere Körperflüssigkeiten gelangen. Ein Anstieg der Tumormarker-Konzentration im Blut kann somit ein Zeichen für eine Krebserkrankung sein. „Prinzipiell kann der Nachweis dieser Marker zur Früherkennung von Tumoren genutzt werden“, erklärt Privatdozentin Dr. Irmgard Schwarte-Waldhoff, Projektleiterin an der Medizinischen Universitätsklinik Bochum. Einige solcher Tumormarker sind bereits bekannt – auch für Darmkrebs. Allerdings sind diese zur Früherkennung nicht sensitiv genug. Denn nicht alle Darmtumoren geben die Marker in hoher Konzentration ab. Insbesondere viele Frühformen können damit nicht erkannt werden. Daher ist es gegebenenfalls sinnvoll, diese Tumormarker allenfalls zur Verlaufskontrolle während der Therapie einer bereits bekannten Krebserkrankung und in der Tumornachsorge einzusetzen.



Früherkennung von Krebs in der Kritik

Verschiedene Krebsthemen

Ist eine Krebs-Früherkennung nutzlos ?

Die Krebs-Früherkennung gerät fälschlicherweise unter Beschuss. In einigen aktuellen Publikationen wird der Nutzen entsprechender Vorsorgeuntersuchungen angezweifelt und vor möglichen negativen Folgen wie Überdiagnosen und Übertherapien gewarnt. Gleichzeitig wird der Eindruck erweckt, Krebs sei für den Einzelnen ein zu vernachlässigendes Lebensrisiko.

Da ist von „nur“ vier von tausend Frauen im Alter von 50 Jahren die Rede, die statistisch gesehen in den nächsten zehn Jahren an Brustkrebs sterben werden. Oder von lediglich acht Prostatakrebs-Opfern unter tausend 65-jährigen Männern in den nächsten acht Jahren. Man kann die Zahlen aber auch anders verstehen:
Acht von tausend Männern sind fast ein Prozent! Ist das eine unerhebliche Größenordnung? Jedes Jahr fallen gut 11.000 Männer dem Prostatakrebs und knapp 18.000 Frauen dem Brustkrebs zum Opfer. Ist das ein zu vernachlässigendes Risiko? Nicht zu vergessen: Tumorerkrankungen sind die zweithäufigste Todesursache in Deutschland. Nach Schätzungen des Robert-Koch-Instituts erkrankten hierzulande im Jahr 2000 insgesamt knapp 400.000 Menschen. Etwa 210.000 Personen starben an Krebs.