Kategorie: Psycho-Onkologie
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Die Diagnose "Krebs" gleicht für die meisten Patientinnen und Patienten einem "Sturz aus der normalen Wirklichkeit". Das Leben der Betroffenen und ihrer Angehörigen verändert sich grundlegend von einem Tag auf den anderen, "es kommt plötzlich zu einer Zäsur im normalen Lebensgefühl", sagt Professor Almuth Sellschopp. Die moderne Medizin verbucht zwar enorme Fortschritte, aber noch immer verursacht die Krankheit bei vielen Patienten Angst, Verunsicherung, und Depression. Krebs bedeutet damit nicht nur körperliche Belastungen, sondern auch seelisches Leid.
"Etwa ein Drittel der Patientinnen und Patienten sind so stark belastet, dass sie spezielle Hilfe benötigen", erklärt die renommierte Psycho-Onkologin Professor Jimmie Holland vom Memorial Sloan-Kettering Cancer Center in New York. Doch im hektischen Klinikalltag fällt dies nur bei etwa fünf Prozent der Patienten auf. Entsprechend gering ist der Prozentsatz an Patienten, die in ihrer Not spezielle Hilfe erhalten. Die US-Forscherin gilt international als die Gründerin der Psycho-Onkologie.
Diese Reaktion auf die Erkrankung bedeutet indes nicht, dass die betroffenen Patienten psychisch krank sind. "Vielmehr reagieren sie gesund und normal auf eine Belastung", betont Professor Almuth Sellschopp. Die Patienten dürften daher weder "psychologisiert" noch "psychiatrisiert" werden.
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