Kategorie: Patientenberichte

In dieser Kategorie sind folgende Beiträge:

Leben wollte ich, einfach leben,

Verschiedene Krebsthemen

wie oft habe ich diesen Satz gedacht, geschrieben und gesprochen! Wer kennt ihn nicht, wenn er in Angst, in Gefahr, von schwerer Krankheit bedroht, vom Verlust betroffen, wenn er nur einen Wunsch hat: zu leben.
 
Renate SommerIn meiner Kindheit hegte ich ihn unbewusst, litt ich an damals häufig todbringenden Infektionskrankheiten. Eingegraben war dieser Wunsch in den Jahren des zweiten Weltkrieges, da sich eine Todesgefahr an die andere reihte. Ich überlebte, meine gesamte Familie nicht.
 
Bei der Diagnose Krebs glaubte ich in ein offenes Grab zu fallen, mir wurde die Luft zum Atmen genommen, das Gehirn zum Denken entführt, ich stürzte in Todesfurcht. Dann war dieser Satz wieder da: "Leben wollte ich, einfach leben". So mag meine Besinnung angefangen haben.

Die Operation hatte ich gut überstanden, mir war eine Brust abgenommen worden, für einen älteren Menschen sicher nicht das Problem und trotzdem, hatte ich nur ein Stück Fleisch verloren? Dann tauchte der Begriff Chemotherapie auf. Ich musste diese Behandlung in Anspruch nehmen, ihr so vorurteilsfrei wie möglich begegnen. Ich nannte die Chemie Lebenssaft. Ob das half, sie besser zu ertragen und zu vertragen? Sie könnte mir Lebensjahre schenken. Gleichzeitig allerdings begann ein Leben mit der Angst. Ich befürchtete, sie könnte mich lange verfolgen. Für mich ist die Sprache bei allem Reichtum zu arm, um auszudrücken, was in mir vorging. Auch im nach hinein fehlen mir die Worte, bei denen die Wahrheit immer dazwischen liegt, auch der Ton ändert sich im Laufe der Jahre.



Meine Geschichte

Verschiedene Krebsthemen

Karin, 56 Jahre aus Berlin

Am 11.11.2001 um 11.11Uhr p.m., also nachts hörte ich mit dem Rauchen auf..Ich stellte erfreut fest, das mir das sehr leicht fiel. Das einzige Problem war meine Gewichtszunahme, alles in allem ca. 8kg. Zu der Zeit war ich ohne Auto, mein Letztes war mehr kaputt als ganz und da meine Firma nur 2,5km von meiner Wohnung entfernt ist beschloss ich, meinen inneren Schweinehund zu überlisten und zu Fuß zu gehen.

Da kamen in der Woche gut 25km zusammen, ich hatte meine Bewegung und konnte ganz schön schnell laufen.Ich war gesund und fühlte mich topfit. Im März 2003 bekam ich plötzlich eine Bronchitis. Von ehemaligen Rauchern hörte ich, dass das gar nicht so selten ist, obwohl ich schon über ein Jahr nicht mehr rauchte. 

Trotzdem ging ich zum Arzt, der hörte meine Lunge ab und die hörte sich frei an. Ich bekam Antibiotika mit dem Hinweis, das die nur wirken, wenn es kein Virus ist. Doch auch 14 Tage später trat noch keine Besserung ein, es wurde eher schlimmer mit dem Luftmangel.

Zum Glück war mein Hausarzt aus dem Urlaub zurück, es war Montag, der 7.April 2003.Karin Auch er horchte die Lunge ab, immer noch nichts, doch er traf sofort sämtliche Untersuchungsmaßnahmen, unter anderem meine Lunge röntgen.Während ich im Röntgeninstitut auf meine Bilder warten durfte, holte mich der Röntgenarzt in sein Büro. Da hingen meine Bilder. Selbst ich, als totaler Laie sah, dass da was nicht stimmte.

Ein Lungenflügel war total zusammengezogen, nur halb so groß wie der andere und ein großer weißer Fleck war zu sehen. Der Arzt fragte mich, ob ich jemals in meinem Leben lungenkrank war, was ich verneinen konnte. Er bat mich, mir zunächst keine Sorgen zu machen.Also, machte ich mir Sorgen!!! Am nächsten Tag kam ich mit Bildern und Befund zu meinem Hausarzt, den ich sehr gut und schon sehr lange kenne, sein Gesichtsausdruck gefiel mir überhaupt nicht.

Sofort rief er einen Studienkollegen mit Lungenpraxis an und vereinbarte für den gleichen Tag einen Termin für mich.Dann lief die Maschinerie, CT, weitere Blutuntersuchungen, Bronchoskopie usw. usw..