Europawoche gegen den Krebs:

Patientin - pixabay

Berlin (jft) – Raucher schaden nicht nur ihrer eigenen Gesundheit, sondern über den Passivrauch auch der Gesundheit ihrer Mitmenschen. „60 Prozent aller Kinder im Alter bis zu sechs Jahren leben in Deutschland in Raucher-Haushalten. Sie sind dauerhaft dem Tabakrauch ausgesetzt und haben ein hohes Erkrankungsrisiko“, sagte Gerd Nettekoven, Geschäftsführer der Deutschen Krebshilfe, bei einer Pressekonferenz am 5. Oktober 2004 zum Start der diesjährigen „Europawoche gegen den Krebs“. Diese findet EU-weit statt vom 11. bis 17. Oktober 2004. Zusammen mit dem Deutschen Krebsforschungszentrum, der Deutschen Krebsgesellschaft, dem AKTIONSBÜNDNIS NICHTRAUCHEN und dem Kinderschutzbund fordert die Deutsche Krebshilfe sinnvolle Maßnahmen zum Schutz der Kinder.

Passivrauchen tötet!

Gesundheitsorganisationen fordern besseren Schutz der Kinder

„Kinder und erwachsene Nichtraucher haben ein Grundrecht auf gesundes Leben. Die Raucher stehen deshalb in der Verantwortung, Nichtraucher und dabei ganz besonders Kinder vor dem schädlichen Tabakrauch zu schützen“, sagte Gerd Nettekoven. Aus diesem Grund fordern zahlreiche Gesundheitsorganisationen sinnvolle Maßnahmen zum Schutz der „zwangsmitrauchenden“ Bevölkerung. Öffentliche Einrichtungen, wie Kindergärten und Kinderspielplätze, Schulen, Sportstätten, Einkaufszentren, Gaststätten sowie öffentliche Transportmittel sollen zukünftig rauchfrei sein.

„Rauchen ist nicht ausschließlich ein persönlich zu verantwortendes Gesundheitsrisiko“, erläuterte Dr. Martina Pötschke-Langer, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention im Deutschen Krebsforschungszentrum. „Denn Tabakrauch ist mit Abstand der bedeutendste und gefährlichste vermeidbare Innenraumschadstoff. Aufgrund wissenschaftlicher Erkenntnisse kommt Rauchen in Anwesenheit von Kindern einer Körperverletzung gleich – dafür müssen wir ein Bewusstsein schaffen!“

Mit einer Informationskampagne zur Europawoche gegen den Krebs 2004 setzen die beteiligten Gesundheitsorganisationen auf eine Bewusstseins- und Verhaltensänderung.

Pressemitteilung Deutsche Krebshilfe e. V.


Krebszeitung

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