DKMS baut internationale Hilfe für Blutkrebspatienten aus

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Tochterorganisation Delete Blood Cancer UK startet in Großbritannien

London/Tübingen, 25. Februar 2013 – Es war eine Begegnung mit Symbolcharakter: Zum Startschuss der neuen Stammzellspenderdatei Delete Blood Cancer UK, einer 100-prozentigen Tochtergesellschaft der gemeinnützigen DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei, traf die 13-jährige schottische Patientin Chloe in London nun zum ersten Mal ihren deutschen DKMS-Lebensspender Roland Häussler (50).

Delete Blood Cancer UK nimmt ab sofort die Arbeit im Vereinigten Königreich auf. Ziel der neu gründeten Organisation mit Sitz in London ist es, so viele neue Stammzellspender wie möglich zu registrieren und damit die Lebenschance von Blutkrebspatienten weltweit deutlich zu erhöhen. Die Geschichte von Chloe und Roland zeigt, wie Hilfe über Ländergrenzen hinweg aussehen kann: Bei Chloe wird im Jahr 2008 akute Leukämie diagnostiziert. Nur eine Stammzell-spende verspricht der damals Neunjährigen und ihren Eltern Hoffnung auf Heilung. Schließlich wird für die Schülerin nicht nur in Großbritannien, sondern weltweit nach einem passenden Spender gesucht. Der kann glücklicherweise bei der DKMS in Deutschland gefunden werden – Roland Häußler aus Ansbach.

Der zweifache Familienvater, der seit 2007 als DKMS-Spender registriert ist, spendet im Februar 2009 Knochenmark für das noch unbekannte Mädchen. „Für mich stand sofort fest, dass ich helfe“, so Roland Häußler. Nach seiner Spende erkundigt sich der Vertriebs-mitarbeiter regelmäßig bei der DKMS nach dem Gesundheitszustand von Chloe. Das lang-ersehnte, erste Treffen der beiden fand nun im Rahmen der offiziellen Gründungsveranstaltung von „Delete Blood Cancer UK“ in London statt. „Es war überwältigend, Chloe im Arm zu halten“, berichtet Roland Häußler. „Ich bin unendlich froh, dass es ihr wieder so gut geht. Möge es noch viele solcher Momente auf der Welt geben. Ich kann nur jedem Menschen raten, sich als Stammzellspender registrieren zu lassen. Leben retten kann so einfach sein!“

Als weltweit größte Stammzellspenderdatei ist es das Ziel der DKMS und ihrer Tochterorganisationen im Ausland, für jeden suchenden Patienten einen passenden Spender zu finden. „Wir freuen uns, in Großbritannien renommierte Partner gefunden zu haben und ar-beiten in enger Abstimmung mit den zuständigen Behörden, Organisationen und bestehenden Dateien eng zusammen, um gemeinsam noch mehr Menschenleben retten zu können“, erklärt DKMS-Gründer Dr. Peter Harf.

In den nächsten Wochen sind zahlreiche Registrierungsaktionen in Großbritannien geplant, bei denen sich neue potentielle Stammzellspender im Alter von 17 bis 55 Jahren per
Wangenabstrich bei „Delete Blood Cancer UK“ aufnehmen lassen können. Start ist am 4. und 5. März 2013 mit drei Betriebstypisierung beim Kosmetikkonzern Coty Inc., das seit 2006 offiziell weltweit die Arbeit der DKMS unter dem Partnerschafsmotto „DKMS & Coty – linked against blood cancer“ unterstützt.

Über die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei gGmbH

Den Anstoß zur Gründung der DKMS gab 1991 das Schicksal der an Blutkrebs erkrankten Mechtild Harf, die eine Stammzelltransplantation benötigte. Da in Deutschland zu dieser Zeit aber nur 3.000 Spender registriert waren und die Suche über ausländische Dateien zu zeitintensiv und wenig Erfolg versprechend gewesen wäre, gründeten Mechtilds Ehemann Peter Harf und ihr behandelnder Arzt Prof. Dr. med. Gerhard Ehninger eine private Initiative, um einen passenden Spender zu finden. Daraus entstand am 28. Mai 1991 die DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei als gemeinnützige Gesellschaft. Mit dem Ziel, gemeinschaftlich noch mehr Leben zu retten, erfolgte 2004 die Gründung von DKMS Americas in New York und 2009 die von DKMS Polska in Warschau. Vor kurzem erfolgte die Gründung der Fundación DKMS España in Barcelona sowie nun von Delete Blood Cancer UK in Großbritannien.

Ansprechpartner:
Julia Runge
Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei
gemeinnützige Gesellschaft mbH
Scheidtweilerstr. 63-65
50933 Köln

E-Mail: runge@dkms.de

Pressemitteilung der DKMS Deutsche Knochenmarkspenderdatei, Julia Runge


Krebszeitung

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