Zweitlinientherapie des Harnblasenkarzinom

Die Inzidenz des Urothelkarzinoms (UC) der Harnblase hat sich in den letzten fünf Jahren nicht verändert und wird in Europa auf etwa 104.000 Fälle pro Jahr geschätzt. Aktives und passives Rauchen gelten nach wie vor als die hauptsächlichen Risikofaktoren.
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Mechanism of action of the new microtubule inhibitor Vinflunine

Microtubules are an important chemotherapeutic target because of the crucial role they play during mitosis, particularly for rapidly dividing cancer cells. JAVLOR® (Vinflunine), a bi-fluorinated microtubule inhibitor (MTI), is an original chemotherapeutic agent obtained by an innovative chemical approach:
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Neue Substanz erfolgreich beim Urothelkarzinom
Berlin, 25. Februar 2010 - Das Urothelkarzinom ist mit jährlich über 28.000 neuen Fällen eine der häufigsten Krebserkrankungen in Deutschland. Für die Behandlung des fortgeschrittenen Tumors hat sich eine Cisplatin-haltige Chemotherapie etabliert. Versagt diese Behandlung jedoch, stand den Patienten und Ärzten bislang kein empfohlener Therapiestandard für die Zweitlinien-Chemotherapie zur Verfügung. Heute kann für diese Fälle eine neue Wirksubstanz präsentiert werden.
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Epidemiologie und aktuelle Therapiestandards beim metastasierten Harnblasenkarzinom

Die Prognose bei einem metastastasierten Blasenkarzinom ist schlecht. Das durchschnittliche Überleben beträgt trotz Erstlinienchemotherapie nur 14 bis 16 Monate. War lange Zeit die MVAC-Kombination (Methotrexat, Vinblastin, Adriamycin und Cisplatin) das erste Schema der Wahl, wurde es 2000 durch die Kombination Gemcitabin/Cisplatin abgelöst. Bei gleichem Überleben zeigte die Zweierkombination ein geringeres Spektrum an Nebenwirkungen. Bei einer eingeschränkten Nierenfunktion bietet sich als Ersatz für das nephrotoxische Cisplatin die Tochter-Substanz Carboplatin an. In Phase-II-Studien zeigte sich bei einem zwar ggf. etwas kürzeren durchschnittlichen Überleben eine deutlich geringere Nephrotoxizität. Eine Verbesserung des Therapieerfolges in der Erstliniensituation erhoffte man sich durch die Kombination mit einer dritten neuartigen Substanz. Unter verschiedenen Phase IIStudien weckte die Kombination von Gemcitabin/Cisplatin/Paclitaxel mit einem durchschnittlichen Gesamtüberleben von 24 Monaten große Hoffnungen, die sich aber in der dann folgenden Phase III-Studie mit einem durchschnittlichen Gesamtüberleben von 16 Monaten wieder relativierten.
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Stammzellen und Tumor-Stammzellen

Trotz aller Fortschritte im Verständnis von Krebserkrankungen, besonders der molekularen und zellulären Veränderungen, die dieser Krankheit zugrunde liegen, bleibt „ Krebs“ eines der dringendsten gesundheitspolitischen Probleme. Einsichten wurden gewonnen, die die essentiellen Schaltkreise der Zelle beschreiben, und die Zellteilung, das Überleben und die Fähigkeit zur Metastasierung von Tumorzellen erklären können. Viele dieser Komponenten sind in Tumorzellen im Vergleich mit normalen Zellen verändert und bieten sich deshalb als Wirkstoffziele an. Tumorerkrankungen sind aber in ihrer Diagnose und in ihrem Krankheitsverlauf sehr heterogen und weisen eine grosse Variablität gegenüber medikamentöser Behandlung auf. Vor kurzem wurde nun eine Modellvorstellung entwickelt, die die unterschiedlichen biologischen Eigenschaften von Tumoren sowie deren unterschiedliches Ansprechen auf therapeutische Interventionen möglicherweise erklären könnte. Diese Vorstellungen haben interessante Implikationen für die Entwicklung neuer Krebstherapien.
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Zur Verbesserung der Prognose des Pankreaskarzinoms ist ein Paradigmenwechsel notwendig

Das Pankreaskarzinom ist die vierhäufigste zum Tode führende Krebserkrankung. Da die Symptome meistens erst im Spätstadium auftreten, wird die Erkrankung erst in einem fortgeschrittenem Stadium diagnostiziert. Die mittlere Überlebenszeit beträgt nur 2 bis 5 Monate. Trotz der Verbesserung der Diagnostik und der operativen Mortalität hat sich an der 5-Jahres-Überlebensrate in den letzten 20 Jahren nichts geändert. Das mediane Überleben für Patienten, die R0 reseziert werden, beträgt etwa 2 Jahre mit einem 5-Jahresüberleben von 15 bis 20 %. Die schlechte Prognose nach Resektion liegt an der bereits erfolgten Metastasierung bei nahezu allen Patienten.
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Entschlüsselung von Tumorgenomen

Die ersten „Krebsgene“ (Onkogene) beim Menschen wurden Anfang der achtziger Jahre entdeckt. Dies galt eine Zeit lang als große Sensation und nährte die Hoffnung, dass man mit Hilfe weiterer Fortschritte in der molekularen Biologie und Gentechnik den Krebs besiegen könnte, da man ja schließlich die Ursache der Erkrankung erkannt zu haben glaubte. Tatsächlich hat sich das Konzept von Krebs als einer Erkrankung der Gene fest etabliert und es gibt keinen Anlass anzunehmen, dass diese Annahme falsch sein könnte. Man musste jedoch erkennen, dass die Erkrankung multi-faktoriell ist und das mehrere Gene, präziser gesagt Veränderungen in der Genstruktur (Mutationen, Genverluste, Erhöhung der Kopienzahl), zusammenkommen müssen, um Krebs zu erzeugen. Den nächsten größeren Schritt in der Forschung stellte die Entdeckung und Charakterisierung der Gegenspieler der Onkogene, der so genannten Tumorsuppressorgene dar. Diese fördern nicht das Wachstum bösartiger Zellen wie die Onkogene, sondern hemmen ihre Ausbreitung auf mehreren Ebenen. Tumoren zeichnen sich dadurch aus, dass die normale Funktion von Tumorsuppressoren verloren geht.
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Krebsregisterdaten im Robert Koch-Institut

Rund 450.000 Menschen erkranken derzeit jährlich in Deutschland an Krebs, knapp 1,5 Millionen Menschen leben mit einer Krebserkrankung, die in den vorangegangenen 5 Jahren entdeckt wurde (nicht berücksichtigt sind hier jeweils die bösartigen Tumoren der Haut mit Ausnahme des malignen Melanoms).
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Information als Basis gemeinsamen Handelns gegen Krebs

Im notwendigen Prozess, die nach wie vor starke Tabuisierung von Krebserkrankungen in unserer Gesellschaft weiter abzubauen, ist eine objektive Information sowohl der Betroffenen und ihrer Familien, als auch der gesamten Bevölkerung notwendig. Dabei sind Validität, Qualität, Allgemeinverständlichkeit und nicht zuletzt Unabhängigkeit von wirtschaftlichen Interessen sehr bedeutsam. Je mehr diese seriöse Informationsvermittlung und sachbezogene, abwägende Kommunikation gelingt, können hierdurch die Behandlungsergebnisse und vor allem auch die Prävention und Früherkennung von Krebs verbessert werden.
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Patienten profitieren von Organkrebszentren

Bereits 1976 wurde von der damaligen Bundesregierung ein neues Versorgungskonzept für Krebspatienten in Deutschland mit der Einrichtung von ersten Tumorzentren gefördert. Dies mündete im Wesentlichen ein in die Schaffung klinischer Tumorregister in den Bundesländern.
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Neue Entwicklungen auf dem Gebiet des Harnblasenkarzinoms
Die Zahl der Neuerkrankungen für das Harnblasenkarzinom hat sich nach Schätzungen des Robert-Koch-Institutes in den letzten 20 Jahren verdoppelt. In Deutschland erkranken aktuell ca. 28.000 Menschen jährlich neu an einem Harnblasentumor und 13.000 Patienten sterben jährlich an den Folgen dieser Tumorerkrankung.
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